Freitag, 26. November 2010

Wenn Wunder geschehen

Wo in meinem Leben der Rote Faden anfängt, der mich überhaupt dazu gebracht hat, tiefer in den Kaninchenbau vorzudringen, als ich mir selbst je erträumt hätte, weiss ich nicht mehr genau. Und lange waren von all dem, was ich in meiner Vergangenheit erlebte, nur Fetzen vorhanden, als hätte jemand das ganze Puzzle in x Stücke zerlegt.

Eigentlich ist es mir erst hier und heute möglich, mein Leben tatsächlich zu rekapitulieren, weil aus heutiger Sicht das alles für mich normal ist, ich jedoch die "Normalität", die jenseits meiner Welt ist und war, damals nicht verstand.

Man sagt, der Mensch habe verschiedene Stufen der Entwicklung. Das Allererste, dass sich sichtbar entwickelt, ist der Körper. Alles, was Materie ist, hat Körper, ist Körper, wird als Körper wahr genommen. Dann beginnen sich auch mentale und emotionale Konzepte zu bilden wie Glaubenssätze oder Erinnerungen, aufgrund derer sich Ereignisse in unserem Leben realisieren, die uns entweder von Nutzen sind oder nicht.

Und zuletzt gibt es die spirituelle Ebene. Eine klare Definition von Spiritualität könnte "Religion" sein, oder unsere Beziehung zu uns selbst und "Gott", dem Alles, dem Universum, dem Sein, etc. Alles, was mit der geistigen Ebene zu tun hat, angefangen beim Atem, ist Spiritualität.

Esoterik und Spiritualität sind zwei paar Schuhe. Dass der Name Esoterik oftmals negativ behaftet ist, liegt wohl daran, dass es tatsächlich viel Schund gibt in der Literatur. Im Eigentlichen heisst Esoterik "Geheimlehre". Und tatsächlich weiss man hier von geschichtlichen Ereignissen wie der Bibliothek von Alexandrien, die dem Christentum weichen musste und niedergebrannt wurde, weil sie Wissen enthielt, dass der Masse vorenthalten werden sollte sowie die Verfolgung und Verbrennung von Leuten, die Wissen weiter gaben, wie man sein Leben besser gestalten konnte. Daraufhin wich die eigentliche Geheimlehre der Machtpolitik, intuitives Wissen wich dem logischen Denken, was widerum zu einer starken, linkshirnigen Gesellschaft führte.

Dennoch, seit einiger Zeit wird dieses Wissen wieder zugänglich, teils Bücher tauchen auf, die darüber berichten, und immer mehr Menschen merken, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt und kommen langsam aus der Opfer-/Täter-Mentalität heraus, übernehmen Verantwortung für ihr Leben.

Und genau hier möchte ich gerne ansetzen mit der Erzählung über mich selbst: Da ich reformiert war, war es üblich, vor meiner Konfirmation eine gewisse Anzahl Gottesdienste zu besuchen. Damals war ich motiviert, freute mich auf die Konfirmation und mein Leben. Irgendwie schaffte man es, mich als Kind umzuprogrammieren. Ich hatte eine solche Abneigung gegen die Kirche und spürte, dass mit den Predigten irgend etwas nicht stimmen konnte.

Eines Tages ging ich eine sehr intensive und tolle Brieffreundschaft mit einem Mädchen aus Deutschland ein, mit welcher ich ab und zu auch telefonierte. Sie erzählte mir davon, bei einer religiösen Gemeinschaft mit zu machen und sich dort eines Tages taufen zu lassen. Weil ich geschockt war darüber, machte ich mich auf die Suche, las jenste religiöse Schriften durch vom Hinduismus bis zum heutigen Christentum und sogar Sektentum, fragte intuitiv nach Antworten und erhielt klare Botschaften. Mein Gefühl trügte mich nicht. Was ich als Kind schon wahr nahm, schien sich zu bestätigen.

Der Wahre Wendepunkt aber in meinem Leben kam, als ich erfuhr, dass mein Gehirn tagsüber in einem Zustand nahe des Schlafes war, d.h. es war kein Wunder, war ich in der Nacht hoch-aktiv und kreativ und zeichnete, komponierte, schrieb meine Gedichte vor allem in der Nacht. Das war nicht das Einzige. Ich war in der Lage, Stimmungen klar wahr zu nehmen und hielt sie für meine Eigenen.

Das kam dann auch so weit, dass ich Ereignisse, die sich in der Welt taten, spürte und klar vor Augen hatte, oft Wochen, bevor sie geschahen. Ganz so geheuer war es mir nie, und ich fragte nach den Hintergründen.

Glaubst Du an Zeitreisen? Die Antwort kam unermüdlich zu mir. In Form eines Ichs, dass damals etwa so jung war wie ich es jetzt bin. Es kam mir fremd vor, und gleichzeitig völlig vertraut. Jedenfalls wusste ich: "Hey, da muss es irgend jemand geben, der Dir eine Antwort auf all diese merkwürdigen Dinge geben kann." Und wie Recht ich hatte.

Als Antwort kam nämlich die Frage: "Welchen Sinn würde es machen, die Zukunft voraus zu sehen und zu fühlen, wenn nicht denjenigen, dass es ein Zeichen ist, dass Du derjenige bist, der sie verändern kann!"

Ich war "baff"... mein Ich aus der Zukunft gab mir Antworten, die ich unmöglich selbst erfunden haben konnte. Woher sollte ich sowas erahnen? Ich hatte ja noch nicht einmal Einfluss auf mein Eigenes Leben, dennoch glaubte ich auch nicht an ein Schicksal, welches uns fest nagelt an einer unveränderbaren Lebensweise.

Es war so ein untrügliches Gefühl, dass mich oft agressiv oder einfach wütend und traurig machte. Warum verstanden das meine Mitmenschen um mich herum nicht? Warum war ich allein mit meinen Gedanken und Gefühlen? Sehen die alle denn nicht, dass es noch mehr gibt als das, was wir sehen?

Schliesslich wollte ich meine Welt begreifen lernen, und befasste mich intensiv mit Psychologie, Träumen sowie unserem Gehirn und deren Funktionen.

Und so kam ich unter anderem auch zur Hypnose-Ausbildung, welche mir hauptsächlich half, gewisse Ressourcen frei zu setzen und überraschenderweise zu erfahren, was die grösste Angst in meinem Leben war und was mich davon abhielt, mich dem Thema Spiritualität und Esoterik wieder zuzuwenden. Erst durch das richtige Bewusstsein konnte ich diesen Druck von mir lösen und wende mich seitdem mit Freuden dem zu, was mir gerade Spass macht. Und das muss beileibe nicht immer Esoterik oder Spiritualität sein.

Für jemand wie mich ist es nicht selbstverständlich, in einem Körper die Welt zu betrachten. Es fühlte ich lange fremd an, es war lange nicht gewöhnlich für mich, mich sportlich zu betätigen, ohne Unfälle zu verursachen. Erst mit der Zeit gab sich das. Und auch das mit den umgedrehten Gehirnströmen klärten wir. Dass sich jedoch erfolgreiche Heiler genau in diesen Frequenzen befinden, wenn sie heilen, stellte sich rasch heraus. Spannend... und überraschend.

In meiner Welt war die Frage nie: "Gibt es sowas wie Wunder überhaupt?" Ich erlebe zur Zeit ständig Wunder. Ich erwarte keine Wunder, doch ich halte sie für möglich. In meiner Welt, schon als Kind, war mir klar, dass alle Krankheiten heilbar sind, besonders, wenn man nicht nur den körperlichen, sondern auch den mentalen, emotionalen und den spirituellen Aspekt hinzu nimmt.

Als ich dieses Jahr an eine Reihe von Seminaren mit der spannenden 2-Punkte-Methode geriet, war es für mich nichts neues, sondern viel mehr ein Ankommen zu Hause. Endlich konnte mal jemand erklären, was ich ständig fühlte. Nämlich, dass da mehr war.

Spiritualität und Esoterik ist nicht wissenschaftlich, noch ist es logisch. Quantenphysik sei Dank sickert vieles von den Forschungen, die zeigen, dass es noch etwas anderes gibt, in die Wissenschaft hinein. Nur... solange, bis tatsächlich alles bewiesen ist, sollten wir nicht warten, und so lange reicht die Zeit nicht.

Auf der gesamten Welt geschehen momentan viele merkwürdige Dinge. Dinge, die zeigen, dass etwas sich verändert. Dinge, die einen klaren Paradigmenwechsel ankündigen. Dinge, die durchaus Angst machen. Je weniger Angst wir haben, desto weniger passiert uns. Und genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, los zu lassen.

Ein Zitat aus einem Seminar von Ulrich Kieslich, dem Begründer von Matrix Transformation®, gefällt mir abschliessend ganz besonders. In etwa lautete das so: "Je mehr Ihr Euch bewusst werdet, dass Ihr schlafende Götter seid, und je mehr Ihr in Euch drin verändert, desto mehr verändert sich die Welt um Euch herum. Wir alle, jeder Einzelne, kann etwas zu einer besseren Welt beitragen."

In einem Video zeigt er zudem das Beispiel, wenn ein Vater sein Kind schlagen will, den Arm hebt und im rechten Moment wieder senkt, und es sich anders überlegt, dann haben wir's. Dann sind wir soweit.....

Samstag, 9. Oktober 2010

Der richtige Blickwinkel ist entscheidend

So manch einer mag sich selbst fragen: "Was der da in seinen Blogs schreibt, ist völlig unmöglich. Die Realität ist so wie sie ist. Wir sind nicht in der Lage, sie zu steuern!" In der Tat geschieht jedem nach seinem Glauben, und unser Leben entwickelt sich manchmal zu einer regelrechten Schlacht mit unseren Umständen und Schicksalsschlägen.

Beweise dafür, dass sowas funktioniert, gibt es demnach sehr wahrscheinlich nicht wirklich viele, es sei denn, man würde Studien, die gemacht würden, aus verschiedenen Perspektiven beobachten. Denn wie das Doppelspalt-Experiment zeigt: Der Beobachter hat Einfluss auf das Ergebnis. Diesen Artikel schrieb ich schon vor über 4 Jahren, also Zeit, den hier noch ein wenig zu ergänzen: Nachdem ich ja die 2-Punkte-Methode ausgiebig erprobt hatte, das Boostern und jedwelche Methodiken wie Avatar zu meinem Repertoire zählen darf, komme ich also zu Neurolinguistischen Programmieren zurück und stelle fest: Jegliche Methoden, Technologien, die unter anderen Namen und unter anderen, teueren Preisen in meist alten Schläuchen als neue Weine verkauft werden, sind letzten Endes in diesen wenigen einfach Interventionen enthalten. Vielleicht weniger bewusst, aber wen kümmert's?

Unser Körper heilt sich von alleine. Brauchen wir, wenn wir uns am Bein verletzen und ein wenig bluten, einen Beobachter, der 3 Stunden lange ein Mantra spricht damit es heilt? Nein! Es geschieht von alleine. Aber was wir bewusst tun können, ist es, dem Körper beizubringen, wie er sich noch schneller regenieren und heilen kann. Genau dies tun wir mit unserem Unterbewusstsein. Wenn wir mit Bildern, Klängen, Emotionen arbeiten sowie mit unserem Geschmacks- und Geruchssinn, nehmen wir den direkten Kontakt mit unserem Unterbewusstsein auf und bringen ihm bei, wie es dieses und jenes in Zukunft zu lösen hat, ohne weiteres Zutun. Wie jede Maschine braucht natürlich unsere Unterbewusstsein eine gewisse Wartung. Aber... mehr... eigentlich nicht.

Ein Miniskusriss ist schneller verheilt als man denkt. Auch jemand, der oder die an Krücken geht, mag schnell wieder normal zu gehen, egal ob es eine "altersbedingte Schwäche" ist oder nicht. Auch ein schmerzender Zeh oder so Dinge wie Kopfschmerzen sind schnell beseitigt. Geht's hier jedoch um mehr als das, nämlich darum, zum Beispiel unser Leben so zu gestalten, dass es uns besser gefällt, so tut sich immer etwas, und eine Garantie, dass es besser wird, gebe ich allemal ab, wann, auf welche Art und Weise das jedoch eintritt und ob jetzt genau das passiert, was sich der Klient wünscht jedoch, das kann ich nicht versprechen.

Der einzige Beweis dafür, dass es mehr gibt als Körper und Materie ist der, dass wir in unserem Geist zum Beispiel ein Bild hervorrufen können, das uns gute Gefühle macht. Wenn wir sogar richtig gut darin sind, erwecken wir in uns drin das Potential, Dinge anders zu sehen, von einer anderen Seite zu betrachten. Wenn sich dann nichts verändert, hat derjenige, der es versucht hat, vielleicht noch nicht bemerkt, dass er schon viel lockerer mit dem Thema umgeht.

Natürlich gibt's weitaus grössere Krankheiten, die aus der Sicht der Schulmedizin nicht heilbar sind. Und natürlich hat die Schulmedizin recht, denn aus ihrem Blickwinkel gesehen ist vieles nicht heilbar, weil der gesamtheitliche Zusammenhang oft unterschätzt wird und übergangen. So wundern wir uns, warum wir, wenn wir Migräne oder Rückenschmerzen haben, immer wieder Medikamente brauchen und es trotzdem nicht anhaltend wirkt, statt dass wir uns damit auseinandersetzen, woher es kommt.

Der Grundsatz gilt: Indem wir etwas verändern, verändert sich etwas!
In der Schule hat man sich oft gefragt: Was ist eigentlich Irrsinn? Irrsinn ist, wenn man stets dasselbe tut, sein Leben lang, und sich dann wundert, warum sich immer noch nichts verändert hat.
Wenn es nur ein Möbelstück ist, dass wir anders hinstellen als sonst, unser Bett um 180 Grad drehen, ausziehen und woanders hin ziehen, dann fällt es uns manchmal leichter. Doch die wahre Veränderung beginnt nicht damit, dass wir uns aufstellen und mit erhobenem Haupt durch die Strassen wandern. Die wahre Veränderung beginnt in uns drin. Unser Geist ist nicht an Materie gebunden, nicht an Zeit und Raum. Experimente mit verschiedensten Personen, die man in Hypnose versetzt hat, in die Vergangenheit zurück geführt hat und Bilder von der perfekten Geburt über die perfekte Kindheit, Jugendzeit, etc. eingepflanzt hat, wachten auf und hatten sich von ihrem Verhalten her total verändert. Je weniger Selbstliebe und Selbstwertgefühl jemand mit bekam, desto heftiger die Ergebnisse. In der Gehirnforschung ebenfalls nachweisbar, dass sich Synapsen, also Nervenverbindungen im Gehirn, bis in's Hohe Alter verändern, auch diejenigen, die in vorgeburtlicher Zeit entstanden sind. Dass sich die Materie darauf nicht sofort verändert, ist im Prinzip logisch.

Wäre es so, dass wir nur in die Vergangenheit reisen würden und uns vorstellen, wir wären schon immer reich gewesen und tatsächlich am nächsten Morgen in einer Villa aufwachen, würde unser komplettes Glaubenssystem kippen. Und die Psychiatrie lässt grüssen. Die Materie ist etwas träger als unser Geist, und manchmal dauert es. Aber man lernt schneller. Selber noch nicht ausgetestet, doch der Gedankengang scheint selbst mir interessant, mich noch mehr damit zu befassen, dass Leute, die geübt sind in Luzidem Träumen, gerade 1 Minute im Traum Klavier zu spielen brauchen was im wirklichen Leben einer gefühlten Stunde gleich kommt. Ähnlich ergeht es uns mit Visualisieren.

Wir erkennen oft nicht die einfachsten Dinge des Lebens. Wenn wir gedanklich nur schon ein Bild von einem Streit, der uns emotional geärgert hat, wach rufen, befinden wir uns sehr rasch wieder in derselben Situation. Verändern wir das Bild, indem wir raus gehen und einen Rahmen darum machen, Zirkusmusik drunter legen und es abwechslungsweise vorwärts und rückwärts laufen lassen, verändert sich unser Blickwinkel ganz drastisch. Wenn es so leicht ist, unsere Emotionen zu verändern, wieviele Möglichkeiten warten dann noch auf uns, endlich entdeckt zu werden???

Montag, 4. Oktober 2010

Die Bewusstseinsstufen - vom Albtraum zum Luziden Traum

Manchen von Euch, die diesen Blog lesen, dürften einige Dinge bereits bekannt vorkommen. Anderen widerum werden viele Dinge fremd sein. Und selbst in Sachen Büchern ist man sich oftmals nicht sicher, welches man kaufen soll und man kauft deswegen gleich einen Stapel voll davon. Je mehr man theoretisch weiss, jedoch praktisch noch nicht umsetzt, so meine Eigene Erfahrung, desto mehr sucht man erstmals nach einer sogenannten "Magischen Pille" in Form eines Buches. Man sucht im Aussen nach Antworten. Und genauso könnte man die Bewusstseinsskala einteilen. Der Schamane spricht vom Erwachen und davon, dass, je mehr Bewusstsein ein Mensch entwickelt hat, desto mehr wird ihm klar, dass alles, was er im Leben für "real" hielt, eine Illusion war. Da ich selbst nach wie vor noch ein Suchender bin, kann sich die Skala selbst noch ergänzen. Persönlich möchte ich in diesem Artikel auch auf die verschiedenen Energiezentren des Körpers (Chakren), derer erstmals die 7 Bekanntesten am Meisten genutzt werden, nur anhand der Bewusstseinsskala kurz eingehen.

Die Negativ-Skala des Nicht-Seins

Im Grunde genommen könnte man hier ruhig auch eine Negativ-Skala anfügen, da die Bewusstseinsebenen zwar, je höher sie sind, desto energetischer wirken und machtvoller. Dasselbe Phänomen beobachtet man, wenn jemand selbst bei der ersten Stufe dieser Skala noch weiter hinunterrutscht.

Beobachtet man jemanden, der gerade dabei ist, in eine Psychose zu geraten zum Beispiel, so erkennt man, dass auch negative Gedanken und Emotionen, die von aussen kommen, schlecht gefiltert werden. Kurz nach einer akuten Psychose empfindet sich ein Psychosekranker als erleuchtet, machtvoll, energetisch. Meist wird ihm erst nach einigen weiteren Schüben überhaupt bewusst, dass er in einem kritischen Zustand ist. Die Person selbst erkennt das kaum, weil sie plötzlich übermenschliche Fähigkeiten empfindet und Dinge tut, die sie sonst nie tun würde, wie zum Beispiel eine Frau auf der Strasse anzusprechen und sie gleich zu küssen oder lauthals zu singen, etc.

Doch das sind nicht die Stufen, die uns als solches zu interessieren haben. Viel mehr wollen wir ja auf den Stufen hinauf.

Stufe 1 und 2 - das Wurzelchakra und das Sakralchakra- im passiven Albtraum gefangen Die erste Stufe ist eine der Interessantesten unserer Reise, entspricht doch unser erstes Chakra geschichtlich auch gleichzeitig der ersten Stufe unserer Evolution. Denn als die Welt entstand, hatten wir noch nicht soviele Möglichkeiten wie heute. Es ging in allererster Linie darum, zu überleben und uns fortzupflanzen. Jemand jedoch, der schwach war und auf Angst mit Flucht statt mit Kampf reagierte, kam unter Umständen mangels Nahrung um oder wurde ausgestossen, weil er seine Herde nicht mehr ernähren konnte. Genauso ging es einem Mann, der kein Weibchen bekam. Übrigens spricht man heute davon, dass früher alles meist Zweckgemeinschaft war. Dass die Männchen weibliche Seiten in sich hatten und dass die Weibchen männliche Seiten in sich hatten, darüber machte sich damals noch keiner Gedanken.

Geschichtlich geprägt wurde dieses Chakra bestimmt auch durch Habgier, so mussten wir zu frühester Zeit lernen, unseren Nachwuchs zu schützen sowie auch unsere Beute zu sichern.

Betrachten wir das aus heutiger Sicht, so haben wir einiges dazu gelernt. Und auch doch wieder nichts. Oftmals wird uns von den Medien weis gemacht, dass jemand, der überdurchschnittlich viel Sex möchte, ungesund sei, oder die Kirche erzählt uns, wir seien mit einer Erbsünde geboren worden. Das Konstrukt der Dualität ist in diesen Beiden Chakren noch stark vorhanden. Wer diese nicht ausgeprägt hat, fällt beim leisesten Windhauch um und gibt seiner Umwelt dafür die Schuld. Oftmals sind Menschen, die entwurzelt sind, leicht manipulierbar, sie nehmen sehr schnell Schuld auf sich und haben Angst vor dem Neuen. Meist sind es jedoch auch die Anderen, die jemandem so helfen können, weil kaum Bewusstheit darüber herrscht, dass es auch alternative Heilmethoden gibt. Das liegt vielleicht auch daran, dass früher viel mehr auf Sicherheit und daher Gewohntes vertraut wurde, und Neues als gefährlich galt.

Es geht schliesslich in erster Linie um’s Überleben (Wurzelchakra), d.h. nur im äussersten Notfall entscheidet sich solch eine Person, sich geistig und emotional weiter zu entwickeln. Und dies ist meist ein Schicksalsschlag. In manchen Fällen wirkt solche eine Person in sich gekehrt, ruhig, apathisch, nahezu depressiv. Ist der Fluss des ersten Chakras nämlich vollkommen versiegt, gibt es keinen Grund mehr, noch länger überleben zu wollen. Man lässt sich von Umständen plagen, statt die Zügel selbst in die Hand zu nehmen. Für eine depressive Person oder eine Person, die in Angst lebt, gibt es daher zunächst nichts Besseres, als in Wut auszubrechen und / oder zu weinen, sodass sie aus ihrem Albtraum lernt, auszubrechen und sich zu wehren. Menschen in diesem Stadium haben eine sehr schlechte Erinnerung an Träume sowie auch selten eine gute Vorstellungskraft, da ihr Leben sie so fordert, dass jegliche Energie für Kreativität und Inspiration fehlt. Das Leben ist ein Albtraum, es führt alles im Kreis herum und man fühlt sich verloren.

Ist jemand jedoch gut geerdet, so wirkt diese Person stark auf uns und meist, wenn das Sakralchakra hinzu kommt, auch sexuell attraktiv. Im Negativen Sinne kann eine solche Person Sex jedoch auch benutzen, um gewisse Emotionen zu unterdrücken. Dies äussert sich dann in einer Form von Sexuellen Austobens ohne Befriedigung. Die Grenzen hier sind jedoch sehr nahe. Auch jemand, der zufrieden und glücklich ist und gerade jemand, der oder die eine gesunde Libido hat, wird mit Sexualität kein Problem haben.

Die Kirche spricht oftmals negativ von Sexualität. Daher rührt sehr wahrscheinlich auch der Madonna-Huren-Komplex, in der gepredigt wird, dass jemand, der sexuell attraktiv und aktiv ist, vielleicht auch mit mehreren PartnernInnen, als schmutzig und „unheilig“ gilt, und nur jemand, der „rein“ den Hafen der Ehe eingeht, d.h. ohne vorher Sex mit einer anderen Person gehabt zu haben, auch als „heilig“, respektive würdig für den Himmel erachtet wird.

Oftmals jedoch hat dieses teils noch weit verbreitete Wissen mit Unwissenheit zu tun, so erzählen Yogis, die oftmals Jahrzehnte lang Yoga praktiziert hatten, davon, dass die sexuelle Energie nötig sei, um überhaupt in höhere Sphären zu gelangen. So landen wir wieder bei den unteren beiden Chakren, die ja die Basis der anderen Energiezentren darstellen. Wer mit sich selbst und seiner Sexualität nicht im Reinen ist, wird unter Umständen Mühe haben, schmerzlos zum reinen Sein aufzusteigen.

Stufe 3 – Der Solarplexus – Energie, Macht

Jahre lang war Unterdrückung angesagt. Der Mann unterdrückte die Frauen, und in manchen Ländern wird dies auch heute noch gemacht. Geld ist heute ein viel gefragtes Mittel, doch hat man es Jahre lang ebenfalls zu Machtzwecken missbraucht und das gesamte Finanzsystem darauf aufgebaut, uns eigentlich freien Menschen in ein System zu zwängen, in welchem wir versklavt wurden. Diejenigen, die uns als Sklaven hielten, waren solche, die sehr viel Macht besassen, Menschen in ihren Bann zu ziehen. Wer im Solarplexus blockiert ist, neigt deshalb auch heute noch dazu, Menschen zu manipulieren und Anderen einen Willen aufzubinden, der nicht einem selbst gehört. Die Opfer sind dann eigentlich stets diejenigen, die genau im ersten und zweiten Chakra stecken bleiben. Heute noch leiden viele Menschen unter den Machtspielchen irgendwelcher Dogmen. Religiöse Leute sind daher auch von ihren oftmals im Leben hinderlichen Überzeugungen des Dualismus (Gut / Böse, Gott / Teufel) nur schwer abzubringen, wenn sie nicht von einem anderen Menschen mit besonders viel Charisma und Überzeugungskraft in die richtige Richtung gebracht werden.

Positiv genutzt jedoch kann der Solarplexus alle anderen Chakren antreiben und ihnen Energie verleihen, da beim Solarplexus besonders viele Nervenbahnen zusammen kommen. Manche erzählen auch davon, dass dort der Sitz der Seele ist und hören auf ihr Bauchgefühl, weil sie es für ihre Intuition halten.

Selbst mag ich dies nicht bestreiten, bin mir jedoch nicht sicher, ob die Intuition nicht mehr aus dem Herzen kommt, und dann mehr in Form einer Erinnerung, also als etwas, dass man intuitiv weiss. Was im Solarplexus ist, ist meiner Meinung nach viel mehr ein Gefühl auf eine Situation, die man eventuell ähnlich in der Vergangenheit schon mal erlebt hat.

Dennoch ist es ganz interessant zu hören, dass Leute, die Nahtoderlebenisse hatten, davon reden, den Körper durch den Rücken zu verlassen und erst den schmalen Gang vom Solarplexus zum Herzen zu gehen. Sollte ich dies jedoch nicht richtiggehend dokumentiert haben, so bitte ich um Verzeihung ;-) !

Jemand auf dieser Stufe wirkt mutig, oftmals gelassen und kraftvoll. Im Gegensatz zu jemandem jedoch, der sein Wurzelchakra verstopft hat, nimmt derjenige, der im Solarplexus Blockaden hat, die Schuld nicht unbedingt auf sich, sondern schiebt sie eher an jemand anderen ab. Ist der Solarplexus ausgeglichen, beginnt eine Person auf dieser Stufe, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.

Auf der Traumebene befindet sich ein solcher Mensch nicht mehr in einem Albtraum gefangen, sondern er erinnert sich bereits an seine Träume. Es findet ein Erwachen statt und allenfalls, wenn man mit sich im Reinen ist, ist man erstmals fähig, seine Realität bis zu einem gewissen Masse zu steuern. Im Gegensatz zu den ersten beiden Stufen sind wir auch weniger in der Vergangenheit gefangen, sondern mehr Zukunfts- und meist auch Lösungsorientiert.

Stufen 4 und 5 – Das Herz-Chakra und das Hals-Chakra

Hier sind wir in unserer Menschheitsgeschichte noch nicht wirklich angelangt. Es sind Stufen des Mitgefühls, der Wertschätzung, Dankbarkeit, der Freude, der Bedingungslosen Liebe, der Kommunikationsbereitschaft und des Zuhörenkönnen. Wir empfinden nach wie vor ein gewisses Streben nach Macht im positiven Sinne, doch wer in dieser Stufe ankommt, geht sehr spielerisch damit um und wird sich wahrscheinlich kaum noch für eine Skala wie diese interessieren.

Im Herzen zu sein, ist eine relativ leichte Sache. Jedoch darf man nicht vergessen, seine anderen Chakren zu vernachlässigen. Noch ist man nicht in der Bedingungslosen Liebe, wenn man zum Beispiel mit seiner Sexualität im zweiten Chakra nicht im Reinen ist oder man kein gesundes Selbstwertgefühl im ersten Chakra entwickelt hat. Das Herz bildet das Zentrum aller Chakren und kann jedes einzelne Chakre mit seiner Liebe auffüllen und erfrischen.

Stufen 6 und 7 – Stirn- und Kronenchakra

Hier kommt eine höhere Instanz in’s Spiel. Wir sind bereit, unsere Wahrheit zu erkennen und zu fühlen, wir sind Freude, reines Sein, sind voller Frieden und Freiheit. Man spricht sogar von Erleuchtung, in welcher wir Dinge nur noch aus Inspiration heraus tun. Wir sind emotional von nichts und niemandem mehr abhängig, weil wir frei wählen und entscheiden können, was wir empfinden wollen und welche Erfahrungen wir machen. Wir sind bewusst, dass wir Schöpfer unserer Realität sind. Wir sind nicht mehr passive Träumer mit Erinnerungen, wir sind viel mehr in der Lage, klar zu träumen, luzide zu sein im Alltag. Wir sind bewusst und leben im Hier und Jetzt.

Viele Esoterik-Bücher jedoch driften darauf ab, Hellsichtigkeit zu erlangen und in andere Dimensionen zu gelangen. Dabei ist die Erde (Wurzelchakra) genauso wichtig wie der Himmel (Kronenchakra). Man braucht Beides, um ein Leben in Glückseligkeit und Zufriedenheit zu geniessen. Manche der Atemübungen, die ich auch gerne mache, zielen auch genau darauf ab, den Energiefluss der jeweiligen Chakren zu verstärken:

Einatmen durch’s Kronenchakra, Ausatmen durch’s Wurzelchakra.

Einatmen durch’s Stirnchakra (Drittes Auge), Ausatmen durch’s Sakralchakra.

Einatmen durch’s Kehlkopfchakra, Ausatmen durch den Solarplexus.

Und ein- und ausatmen durch das Herz, spüren, wie sich die Bedingungslose Liebe im Ganzen Körper ausbreitet. Das Herz hilft uns ausserdem, in unserer Mitte zu bleiben und unsere Energie bei uns zu behalten.

So, grob gesagt könnte man sagen, das war’s. Wenn ihr Ergänzungen jeglicher Art habt, so schreibt mir ruhig per Blog und empfiehlt ihn bei Gefallen auch weiter. Danke!

Freitag, 24. September 2010

Atme

Bevor wir uns mit den verschiedenen Bewusstseinsstufen auseinandersetzen, den Zusammenhängen mit den Energiezentren des Körpers sowie den geschichtlichen Prägungen, möchte ich Dir eine Übung beibringen, die einfach wie simpel ist.

Atme!
Atme bewusst und sei Dir Deines Atems bewusst. Das war's auch schon!

Nein, nicht wirklich, oder?! Doch. Atmen ist sowas von simpel und einfach. Nur tun wir's selten bewusst. Achte einmal auf Deinen Atem, wie er sich verändert, wenn Du wütend bist. Möglicherweise zieht sich Dein Hals, Deine Brust und Dein Bauch im Solarplexus-Bereich zusammen. Auch wenn Du Stress hast, wirst Du meist in einen Zustand verfallen, den ich Unbewusstheit nenne. Sobald wir ungeachtet dessen, wie wir reagieren könnten auf unangenehme Situationen, einfach reagieren, ohne bewusst in unserem Atem zu bleiben, verlieren wir oftmals Energie. Dann fühlen wir uns ausgelaugt. Viele Esoteriker reden dabei von sogenannten Energie-Vampiren, diesen bösen Menschen, die einem Energie entziehen. Mag sein, dass es sie gibt, mag sein, dass es nur eine Theorie ist.

Eine ganze Zeit lange fühlte auch ich mich oft ausgelaugt, und selbst nach angeblich einfachen Büchern mit haarsträubenden Buchtiteln wie Jetzt! oder auch Quantenheilung war es für mich einfach nicht greifbar. Immerhin waren das damals nicht die einzigen Bücher, Wu wei las sich davon noch am Einfachsten, und ein weiteres Buch über Zen-Meditation oder auch buddhistische Philosophie brachten mich nur schwer weiter. Vor allem: Alles dauerte mir stets viel zu lange.

Bewusstheit im Alltag erlangen, heisst: Bewusst entscheiden können: "Will ich jetzt so reagieren, wie's der Andere von mir erwartet oder werde ich ihm eine Reaktion zeigen, die er nicht erwartet hätte!" Transsurfing bringt's zwar auch nicht weiter mit praktischen Übungen, doch die Theorie dieser Bücherreihe, das Lesen alleine führt einem in einen erweiterten Zustand. Darin wird von sogenannten Pendeln beschrieben. Pendel sind darin energoinformative Wesen, die unsere Energie missbrauchen, um selbst stärker zu werden. Ich sehe jeden Menschen als kleines Pendel. Wenn wir uns ärgern, uns stressen lassen, lassen wir uns von aussen beeinflussen und sind nicht in unserer eigenen Energie, darum haben wir danach oft das Gefühl, der Mensch entzieht uns Energie. Eigentlich eine gute Ausrede, jemand anderem die Schuld in die Schuhe zu geben dafür, dass er uns sauer macht. Es ist einfacher so, und wir geben Verantwortung ab... und Verantwortung ist auch wieder nichts anderes als Energie.

Die Übung besteht darin, Achtsamkeit zu lernen. Meine Übungen der Achtsamkeit bestehen darum aus kleinen Übungen, an welche ich mich immer wieder erinnere.

1. versuche ich während des ganzen Tages immer wieder, mich zu erinnern, bewusst tief ein- und auszuatmen. Meist beginne ich damit, mich beim Einatmen auf den Energiestrom in meinen Füssen einzustellen, die dann (noch immer beim Einatmen) zum Kopf hoch gleitet. Nach einigen Atemzügen versuche ich mich dann einige Zentimeter über dem Kopf und unter den Füssen zu konzentrieren.

2. Um nicht meinen Atem mit dem negativen Gefühl zu verankern, sollte 'mal per Zufall eines hoch kommen, mache auch ich dies immer wieder im Verlauf des Tages: Ich atme durch den Kopf ein und durch den Nabel aus. Wenn ich mich gestresst fühle, erinnere ich mich dann wieder an diese Übung und atme ein und aus.

3. Während des Tages frage ich mich immer wieder 'mal: "Träume ich... oder bin ich wach!" Eigentlich induziert diese Übung dann auch, wenn man träumt, dass man sich klarer über den Traum wird und ist vor allem als Einstieg in's Luzide Träumen geeignet. Doch da wir während wir wach sind meist schlafen, hilft uns diese Übung, wachsamer durch die Welt zu gehen. Sehr empfehlenswerte Literatur hierzu gibt es natürlich auch, und zwar hier!

Vor allem die dritte Übung ist eine, die man schnell 'mal wieder vergisst, und auch das ist nicht ungewöhnlich. Wer kennt es nicht, dass man sich zunächst für eine Sache ganz besonders interessiert. Man liest ein Buch darüber und ist wie gefesselt davon. Man macht vielleicht am Anfang noch die eine oder andere darin beschriebene Übung, doch nach wenigen Tagen oder Wochen ist das Thema wieder vergessen und wir widmen uns etwas neuem, oder es hat nicht auf Anhieb etwas bewirkt, also lassen wir's.

Merkt Euch: Je bewusster ein Mensch durch's Leben geht, desto weniger hat er sich mit solchem Kram auseinanderzusetzen. Ist man einmal im Zustand der bedingungslosen Liebe oder darüber, hat man für Bewusstseinsskalen und solche Übungen mehr ein müdes Lächeln übrig, während wir uns anfangs noch fast regelrecht damit abmühen, täglich mind. 15 Minuten zu meditieren und solche Dinge. Meditieren empfehle ich durch und durch, weil es uns erlaubt, hinter den Ursprung und Schleier der tagtäglichen Illusion zu blicken und uns selbst zu reflektieren. Doch auch hierzu braucht es eine gewisse Bewusstheit, dass man es tut.

Diese hier beschriebenen Übungen kann man nach Bedarf ausbauen und kombinieren. Ihr werdet schon nach kurzer Zeit merken, wie sich Euer Energie-Potential steigert. Als ich meiner selbst noch bewusster war, konnte ich einen Raum betreten und die Leute drehten sich nach mir um. Doch dann wurde mir alles viel zu wichtig. Und ich verlor diese Energie und kehrte in die Unbewusstheit zurück. Deshalb soll es Euch allen wie mir klar sein, dass alles, was wir tun, nicht wichtig ist. Je egaler es Dir ist, desto besser.

Und jetzt: Atme, atme, atme! Und sei Dir Deiner selbst Gewahr!

Dienstag, 21. September 2010

Glaube nur, was Du siehst...

Zwar wissen wir ungefähr, was sich in unserer Weltgeschichte wann ungefähr zugetragen haben könnte, doch selbst ich war eben verblüfft, zu lesen, dass die Geschichte, die zum heutigen Automobil führte, bereits um 4'000 v.Chr. begann. Zugegeben, ich war in der Geschichte nie ein Hirsch, und dennoch beginnen mich gewisse Ereignisse nach und nach zu interessieren. Auch was das Telefon anbelangt... ob es nun Thomas Edison war oder Alexander Graham Bell... auch, wie das Telefon früher funktioniert haben könnte, könnte ich aus Laienhafter Sicht technisch gesehen so erklären, dass überall, wo Leitungen sind, die Möglichkeit besteht, zu telefonieren.

Ist doch eigentlich absurd, sowas zu erzählen, wo es doch so logisch ist. Auch wie Flugzeuge funktionieren oder warum es auf anderen Planeten niemals Leben geben könnte, wissen wir. Denn seien wir logisch: Wir Menschen sind der Mittelpunkt, wir sind die intelligenteste und am weitesten entwickelte Spezies. Tut mir leid, liebe Marsianer und Venusianer, ihr seid einfach nicht existent. Um ehrlich zu sein: Zu behaupten, es gäbe andere Wesenheiten, ginge tatsächlich zu weit... und so weit brauchen wir auch nicht zu gehen. Obwohl es vielleicht schon interessant wäre, zu wissen, woher zum Beispiel Elektrizität kommt... oder woher unsere Gedanken und Emotionen kommen... und wie es sein kann, dass ich etwas spüren, hören und manchmal anfassen kann, obwohl es rein theoretisch gar nicht vorhanden ist.

Dennoch hinterfrage ich gewisse Dinge manchmal, und als ich verschiedene Studien von Glücksforschern las, wollte ich es auch wissen. Ich wollte wissen, ob es möglich sei, dass Geld zum Beispiel auf der Strasse liegt, also kaufte ich mir erstmals eingängige Literatur zu dem Thema. Sehr empfehenswert dabei fand ich "Ich mach dich reich" von Paul McKenna, einem der bekanntesten Hypnotiseure. Immerhin war das ein guter Einstieg, sich mit dem Thema Reichtum näher auseinander zu setzen. Und so begann ich, und bin noch immer d'ran, verschiedene Sachen aus der Quantenphysik, Gehirnforschung wie der Verhaltensforschung zu vereinen.

Auch wenn zu Beginn nur kleinste Details sich veränderten, wie das Denken und Fühlen über Geld, ja, selbst das Denken und Fühlen über Knappheit, veränderte dies doch die Situation an- und für sich. Ich gab nicht weniger aus, eher mehr... und es reicht doch eher, als es vorhin mit demselben Lohn gereicht hat. Noch spannender wurde es, als ich mir vor nahm, einen Geldbeutel zu finden. Ich sass wohin, wo ich sonst nie hin sitzen würde und langte unter den Sitz, um schliesslich den Geldbeutel zurück zu geben und einen Finderlohn zu kassieren. Weiter ging's damit, dass ich Kleinmünz am Boden aufzufinden vermochte. Es ging schon dazu über, dass mit meiner Freundin am Tresen einer Bäckerei stand, und obwohl sie, ich und zwei weitere Leute genau dorthin guckten, wo der Geldschein lag, ihn offenbar nicht sahen. So ging ich hin und versorgte den zerknitterten Schein in meinem Geldbeutel.

Das mit dem Geld war bisweilen nicht so spannend, wie das allgemeine Wohlbefinden, das man auf einmal in sich trägt, und dass man für Dinge, die einem grossartigen Spass machen, kein Geld zu zücken braucht. Daraus entstand - bisher hörte ich nur immer und las nur immer, Reichtum beginne im Kopf und im Herzen - ein neues Verständnis für Reichtum. Es beginnt definitiv im Kopf sowie im Herzen, und beginnt sich wie ein Magnet auszubreiten. Geld steht ja für nichts anderes als Energie. Wir verschwenden oft Energie, doch wir ärgern uns eigentlich selten darüber. Doch verlieren wir Geld, ärgern wir uns masslos. Kleinmünz oder Geldscheine können für vieles stehen: Für glückliche Partnerschaften, den perfekten Beruf, ein tolles Leben, Glückseligkeit bis zum Abwinken, etc.

Inzwischen bin ich sogar richtig reich geworden. Nicht an Materiellem erstmals, sondern viel mehr an Erfahrungen und Erlebnissen. Ich bin gesünder, lerne immer wieder neue, interessante Menschen kennen, noch interessanter... meist lernt man sich selbst neu kennen sowie gewisse Freunde auf eine andere Art und Weise... und weit darüber hinaus bekommt das Herz auch das, was es ausstrahlt. Willst Du Liebe ernten, so säe Liebe. Willst Du Geld ernten, tue dasselbe. Es scheint leichter, in alten Mustern gefangen zu bleiben, als innerlich frei zu werden, doch innerlich frei zu sein, bedeutet auch automatisch mehr Energie und eine bedeutend klarere Wahrnehmung.

Ich kann daher Jedem anraten, sich dankbar dem zu widmen, was man bereits hat. Dankbarkeit beginnt im Herzen. Eine kleine Übung: Ich konzentriere mich darauf, was ich habe, und atme durch mein Herz ein, und atme durch den Solarplexus aus, und dies über wenige Minuten. Die Dankbarkeit und Wertschätzung zieht noch mehr von dem Besagten an.

Noch kann ich nicht sagen noch möchte ich beweisen oder widerlegen, dass man damit auch materiell reich werden kann... doch reich wird man auf alle Fälle damit... auf die eine oder andere Art... man muss es nur zulassen, daran glauben... und dann... sieht man es auch.

Mittwoch, 1. September 2010

Wie man in die Matrix 'rein kommt... und wieder 'raus!

Wie man in die Matrix 'rein kommt, zeigt uns der Film "The Matrix" ziemlich klar und deutlich. Man lege sich auf eine Liege, stecke sich ein Kabel in den Kopf und los geht's. Wie man die Kontrolle über sein Eigenleben zurück gewinnt, darf sich jedwelche Schläuche aus der Wirbelsäule ziehen... und man fühlt sich wesentlich freier. Und Erleuchtung? Diese erlangt man, indem man sich selbst und seine wahren Kräfte in der Matrix erkennt.



Doch "The Matrix" ist reine Fiktion. Stimmt! Sagen viele. Besonders Erwachsene. Natürlich wollen wir die Grenze zur Schizophrenie nicht überschreiten, weil ja solche Theorien à la 2012 schon ziemlich spektakulär sind und mit der Realität nix zu tun haben. Die Realität ist: Wir sind in dauerhafter Begleitung von Bewusstheit und Unbewusstheit. Waren wir uns noch eben völlig bewusst über die Schönheit der Natur und unseres Atmens, sind wir im Streit mit einer Person schon wieder völlig unbewusst, und ärgern und danach noch x-fach darüber auf, und sind in der Vorstellung weit, weit weg von unserem wirklichen Sein, dem Jetzt.



Und Handkehrum macht uns jemand auf unsere Vergangenheit aufmerksam, wir sagen: "Unsere Vergangenheit ist vorüber, die ist eh schon längst vorbei!" Und demnächst regen wir uns über etwas auf, dass nun schon seit Jahren immer und immer wieder auf ähnliche Weise geschieht. Unser Leben wiederholt sich. Auf gut Deutsch: "Täglich grüsst das Murmeltier!"



Selbstverständlich ist unsere Vergangenheit vorbei. Und trotzdem scheinen wir daran fest zu kleben wie die Fliegen im Spinnennetz, weil wir uns immer wieder 'mal zu gerne besinnen über Erlebnisse und Ärgernisse, die wir 'mal erfahren haben. Und so erschaffen wir unsere Matrix ganz nach dem Film, in welchem wir eingesperrt sind in dem, was wir fest halten. Wir kommen nicht 'raus. Wir sind frustriert über vergangene Erlebnisse und hoffen gleichzeitig auf ein Wunder.

Wunder sind tatsächlich etwas, dass in unserem Leben ständig irgendwie präsent sind. Ich behaupte, es geschieht beinahe jede Minute oder gar Sekunde etwas in unserem Umfeld, das uns an ein wundersames Erlebnis erinnern könnte, nur sehen wir es nicht immer.

Ich persönlich bezeichne die Matrix gerne als etwas, das perfekt war in sich, der Ursprung von allem was ist. Im Verlaufe des Lebens deformiert sich dieses Gitternetz jedoch, und wir erleben unsere Realität oftmals völlig verzerrt, und Grundmuster wiederholen sich, weil die Matrix ja nichts anderes ist als ein Container, der kontinuerlich fest hält, was war, was ist und was sein wird. Solange unsere Gedanken und Emotionen die Vergangenheit als etwas frustrierendes ansehen, solange wird die Matrix sich auch meist genau nach diesen Eingaben fortsetzen und unser Leben bestimmen, wie eine schlecht geschriebene Software.

Geben wir Gutes ein, kommt gutes dabei 'raus, nicht immer, aber meistens. Es braucht wohl keine grossartigen Geschichten, um zu erzählen, wie oft Pessimisten und übrigens auch Realisten ihr "Schicksal" als erwartet hin nehmen. "Ich hab's ja kommen sehen!" Natürlich! So gilt jedermann im Recht, der von einer Sache überzeugt ist. Derjenige, der den Regen hasst, dem wird das Regenwetter länger vorkommen, der wird sich eher erkälten und darüber hinaus wahrscheinlich auch noch öfters im Schlamm stecken bleiben. Wenn nicht in der Realität, dann zumindest sinnbildlich gesprochen.

Der Optimist mag sich auch hie und da ärgern, aber bald darauf lacht er darüber und sagt: "Shit happens!" Er freut sich darüber, dass bei Regenwetter ihm eine hübsche Frau entgegen kommt und sich ein tolles, romantisches Schirm-Date ergibt, oder er freut sich auf den Kino-Besuch, den er wegen Sonnenwetter so oft hinaus geschoben hat. Kurz: Er sieht den Vorteil hinter den Dingen.

Übrigens: Selbst ein Unfall kann in manchen Fällen einen Vorteil haben, oder aber auch einen Nachteil. Selbst die weniger schönen Momente, wenn wir zum Beispiel krank im Bett zu Hause liegen und unserem Körper Erholung geben, oder die Zeit geben, über Dinge nachzudenken und uns darüber klar zu werden.

Wer nie irgendwelche Vorteile im Leben heraus ziehen kann, dem wird das Rad des Karmas so manchen bösen Streich spielen.

Unser Leben ist ein Kinderspielplatz. Jegliche Werkzeuge sind bereits vorhanden, und wir können uns jedwelche Möglichkeiten auswählen, die unserem Leben mehr Spass verleihen, mehr Humor, Glückseligkeit, Liebe, Erfolg, Gesundheit, erfüllende Freundschaften sowie erfüllende Partnerschaften.

Es kommt noch immer darauf an, worauf wir unseren Fokus lenken und was wir beschliessen, los zu lassen.

Wähle weise!

Freitag, 27. August 2010

Dem Geheimnis auf der Spur

"Denken Sie positiv, mein Herr, dann wird Ihr Leben Ihren Wünschen entsprechend sich verändern!" Was für ein wundervoller Traum... ach was... papperlapapp... von Träumen hatten wir's genug in den letzten Threads. Es kann sich doch nicht alles um einen Traum drehen, oder?!

Genauer betrachtet... was ist die Wirklichkeit? Und wer gestaltet sie? Ich könnte jetzt noch, wenn ich nicht schon das Du angeboten hätte, fragen: Wer gestaltet Sie? Quasi als Doppeldeutung. Ja, eine gute, philosophische Frage: Wer bist Du eigentlich? Bist Du der Atem, der aus Dir ein- und ausströmt? Oder gar die Gedanken? Die Gefühle? Der Körper? Deine Zellen?

Lausche Dir selbst einmal und frag' Dich: Wer oder was denkt meine Gedanken? Na, d'rauf gekommen? Nein?! Woher kommt Dein nächster Gedanke? Wechselt er die Farbe?

Kennst Du die Macht des gesprochenen oder gedachten Wortes? Bei vielen Menschen funktioniert positives Denken nicht so, wie sie es wollen. Oder widerum, wenn ich noch beim sie wäre: Bei vielen Menschen funktoniert positives Denken nicht so, wie Sie es wollen..... wenn Du Therapeut bist, kannst Du verstehen, dass es manche Menschen gibt, die ihrem Leben gegenüber recht skeptisch sind. "Es wird niemals gut kommen!" "Man kann nicht alles haben!" "Es ist nun einmal Tatsache!"

Und diese Menschen haben Recht. Vollkommen! Denn Henry Ford sagte ja schon: "Ob man nun glaubt, man kann's, oder ob man glaubt, man kann es nicht... in beiden Fällen hat man Recht!" Wir wollen Recht behalten, und indem wir uns etwas schönes wie "Ich bin reich" einreden, kommt der Skeptiker und sagt natürlich: "Nein, Du bist nicht reich. Du bist arm!" In Wirklichkeit, wenn wir uns Affirmationen eintrichtern, sagen wir mit jeder noch so gut gemeinten, positiven Affirmation in Wirklichkeit das Gegenteil aus. Wir erschaffen Wünsche. Und Wünsche sind Bedürftigkeiten.

Solange wir uns wünschen, reich zu sein, wird es nicht funktionieren. Es ist, als ob wir tagtäglich einem Stück Hundescheisse vor unserer Tür begegnen und es versuchen schön zu reden, es sei ein Coupè Dänemark. Oder wie wenn wir auf unsere schmutzige Tapete in der Wohnung ein Maisfeld zeichnen würden. Es funktioniert nur so kurz wie nötig, doch niemals so lange wie möglich. Irgendwann wiederholt sich unsere Vergangenheit. Wir erkennen eine alte Situation in einer Neuen wieder.

Das heisst natürlich nicht, dass all die Affirmationen nicht wirken. Sie wirken schon, doch dazu brauchen wir unsere alten Strukturen abzulegen, uns neu vorzustellen, zu reframen, wie man im NLP so schön sagt. Manche Glaubenssätze weiss man und kann sie sich bewusst machen. Ja, im Grunde genommen geht es nur um Bewusstsein. Solange wir das Gefühl haben, uns unbewusst und ungedacht irgendwelche Affirmationen einzutrichtern, funzt es nicht.

Aber wir könnten es einfach 'mal versuchen, uns vorzustellen, unsere negativen Affirmationen und Glaubenssätze aus unserem Körper 'raus zu ziehen, wie irgendwelche Schwerter, Fäden, etc. Visualisationen, bildlich, mit Sounds & Musik unterlegt, mit Emotionen unterlegt, wirken oftmals stärker.

Doch was können wir auch noch tun, um dieses Positive Denken zu automatisieren? Wir brauchen uns nur in uns selbst gut zu fühlen. Denn wisst Ihr was, liebe Leser? Lange dachte man ja tatsächlich, der Gedanke wäre ein und alles, und es reiche aus für's positive Denken. Der Gedanke mental als Intention gefasst, und dies mit reinem Herz-Bewusstsein, wirkt Wunder. Doch bis man soweit ist, kann man sich schon einmal mit Affirmationen, die folgendermassen beginnen, auseinandersetzen:

- Ich lasse jetzt los von...
- Mir gefällt die Vorstellung,...
- Ich bin dankbar für...
- Ich beginne, mehr und mehr in Schwingungsresonanz mit xxx zu gehen und lasse jetzt los von xxx.
- Ich fühle mich wohl dabei, mir vorzustellen, dass...
- etc.

Anstatt zu sagen, "Ich bin reich", könntest Du auch formulieren: "Ich bin dankbar für alles, was ich bisher habe, und bin bereit, mir dessen, was mich am Reichtum hindert, bewusst zu werden und los zu lassen." "Mir gefällt die Vorstellung, Reichtum mehr und mehr durch jede einzelne Zelle meines Körpers zu spüren und automatisch ein positives Gefühl dafür zu bekommen."


The Secret schien eine Weile in aller Munde zu sein. "Du brauchst es Dir nur zu wünschen, und das Universum tut es für Dich!" Wie wahr, wenn man all diese Gesetze dahinter auch kennt. Es nützt nichts, sich einfach 'mal "per Zufall" etwas herbei zu sehnen. Wenn Du Deinen Arm hebst, denkst Du auch nicht ständig "Ich wünschte so sehr, mein Arm würde sich jetzt heben" und es tut sich etwas, zudem haben Studien bewiesen, dass, würde man alles Geld der Welt gleichmässig aufteilen, am Ende ja trotzdem wieder genau dieselben arm wären oder noch ärmer, die es vorher schon waren, und die Reichen wieder reich wären. Ein Penner kann sich natürlich reich denken... und er wird 'ne Menge Geld erben. Nur... wie lange bleibt das Geld bei ihm?! Sein Denken, Fühlen und Handeln hat ihn bisher dazu geführt, kein Geld zu haben. So wird dies in Zukunft auch nicht anders sein.

Derjenige, der sich Reichtum herbei denkt, muss stets auch beachten, dass er selbst sich verändern muss, um dem, was er schliesslich anzieht, gerecht zu werden. Dies könnte damit beginnen, dass man sich auf einmal nicht mit äusseren Dingen beschäftigt, sondern mit inneren Dingen wie Selbstwert, Selbstvertrauen, etc. und erst dann, ja, wenn alle Blockaden los gelassen wurden, tun sich neue Türen auf.

Ruft Euch in Erinnerung, liebe Leser, dass ein Samen bereits alles Informationen in sich trägt, die er gebraucht, um vollkommen zu gedeihen. Wir brauchen nichts hinzuzufügen, dass wir nicht ohnehin schon in uns haben. Denn wo wir auch hin gucken, gibt es Liebe, Frieden, Freiheit, Glückseligkeit, Reichtum... und all das zur Genüge. Wenn wir bedenken, dass auch jede unserer Zellen, jede einzelne Zelle, die Information aller Zellen in sich trägt, den gesamten "Bauplan", dann wäre es möglich, dass auch Gott in jedem von uns wohnt und seine Erfahrungen sammelt. Wir sind schliesslich mit allem verbunden. Heisst es so schön..... ?! Mag sein, doch woher erklären wir uns einfache Dinge wie Telefonie?!? Oder wie hören wir Radio? Wie hören wir Fernsehen? Alles sind Wellen. Lichtimpulse. Gott ist letztendlich nicht über oder unter uns, sondern er ist Teil von uns, genauso wie wir. Nur wir alle Menschen zusammen haben die meiste Macht. Doch nur, indem wir uns in uns selbst glücklich machen können, können wir erstmals Glück auf Dauer erleben und Glück auch an Andere weiter geben.

Wir Menschen sind Schöpfer der kollektiven Realität, und gleichzeitig Erschaffer unserer eigenen, subjektiven Realität. In dem Moment, wo wir irgendwo hin gucken, unsere Aufmerksamkeit irgendwo hin richten, ja, noch bevor wir das tun, baut sich unsere Welt um uns herum auf. Augenblicklich, immer wieder von Neuem. Wir brauchen uns dessen lediglich wieder zu erinnern..... oder ein Gedankenspiel daraus zu machen, wie es wohl wäre, wenn.....

Freitag, 20. August 2010

Abstecher in die Spiegelwelt

Ein fremder Gedanke. Er wird im hintersten Winkel des Verstandes eingepflanzt. Und er wächst heran. Unbewusst bemerkst Du es. Und Du fragst Dich, warum Du plötzlich so agressiv wirst, wenn Andere Menschen Dir vorschreiben, wie die Welt ist, Du jedoch ganz andere Vorstellungen davon hast.

Ich war vorgestern mit dem Zug nach Zürich unterwegs. In Zürich angekommen, stieg ich aus dem Zug aus und versuchte ein Gedankenspiel, welches ich aus dem Film "Inception" mit Leonardo DiCaprio entnommen hatte. Ich stellte mir die Frage: "Was wäre, wenn ich jetzt träumen würde und aufgewacht wäre, und dies hier alles lediglich Projektionen meines Unterbewusstseins sind?" Ich dachte mir nichts weiter dabei, doch auf einmal schien alles wie synchron zu laufen. Wohin ich auch ging, ich spürte, ohne Hinzuschauen, wohin die Menschen gehen würden, wohin sie gucken würden. Und jeder, der nicht in Zürich lebt, sondern höchstens ab und zu Mal dort vorbei guckt, weiss, dass es manchmal richtig schwierig wird, in niemanden hinein zu laufen. Ganz im Gegenteil. Ich ging einfach meines Weges und stellte fest, wie sich manche Menschen nach mir umdrehten, als ob sie bemerken würden, dass gerade etwas merkwürdiges vor sich ging. Ich versuchte niemanden zu steuern, dennoch vermute ich, dass mein Blick immer genau dorthin wanderte, wo ich gerade eine Resonanz, eine gewisse Verbindung, wahr nahm.

Das Gefühl in mir d'rin war auch irgendwie recht enthusiastisch. Ich fand das Gedankenexperiment irgendwie einzigartig und ich fragte mich, wieviele denn sich sowas jemals hinterfragen würden. Ich meine, wer kann schon behaupten, dass die Welt, in der er lebt, von ihm erschaffen wurde oder ist sich zumindest darüber bewusst, dass eine neue Sicht der Dinge tatsächlich gewisse Dinge verändern könnte? Und das... nur 'mal so angenommen, nichts mehr als eine verrückte Idee ist, die mit der Realität nichts zu tun hat?

Auf dem Weg wurde ich von eher älteren Damen direkt angelächelt, als würden die mir sagen wollen "Hey, Du schlimmer Finger Du... " und ich traf dann ein jüngeres Mädel auf dem Weg zur nächsten Bahn, wie sie jemandem ganz eifrig simste. Ich berührte sie und meinte: "Stopp! Pass' ja auf, dass Du nicht in die nächste Stange läufst!" Und sie meinte: "Ja, Du hast Recht. Die Stange da vorne bewegt sich rasant schnell auf mich zu!" Daraus wurde eine höchst interessante Begegnung. Es ist, als würde man irgendwo seinem Spiegelbild begegnen, weil wenn man selbst lächelt, lächelt auch die andere Person. Wenn man selbst gut d'rauf ist, fühlt sich die andere Person automatisch auch wohl, u.s.w.

Ich stieg wieder in den Zug ein, um eine Station weiter zu fahren. Das war merkwürdig. Es war gerade, als hätte ich in einem Traum gesteckt und wäre darin aufgewacht. Und auf einmal ist dieses kurze Aufleben dieser Wachheit wieder weg. Verloren. Das Gefühl ist nicht mehr Reproduzierbar, egal, wie gut ich mich versuche, daran zu erinnern. War ich im Traum? Oder war ich für einen kurzen Moment meines Lebens wach?

Eines Tages laufen die Dinge zusammen, und ich wache vielleicht auf... für immer...

Woher wissen wir, ob das, was wir für Realität halten, tatsächlich reell ist, von uns gekreiert, von uns selbst erschaffen, und nicht von jemand anderem?

Mir gefiel die Erklärung im Film "Inception". Im Traum erschafft unser Verstand, und nimmt gleichzeitig wahr. Dies lullt den Verstand so ein, dass er nicht mehr in der Lage ist, fest zu stellen, ab wann er träumt. Erst nach einem Traum bemerken wir, dass etwas merkwürdig wahr. Luzide Träumer machen Reality Checks, um sicher zu stellen, wann sie träumen und dass sie träumen. In der Realität wissen wir jedoch nie so genau, wann wir wirklich wach sind, und wann wir träumen. Wir laufen paar Mal den gleichen Weg, und achten uns kaum mehr d'rauf, wohin wir laufen. Kein Wunder, verlaufen wir uns im Alltag, verrennen wir uns in Emotionen und geben anderen Menschen die Schuld für unsere eigenen, negativen Gefühle... wir fühlen uns schlecht, weil uns jemand etwas böses getan hat. Oder wir machen uns selbst dafür fertig.

Wenn wir aufwachen, ist das alles nicht mehr nötig. Wir erkennen unseren Spiegel, denn, um jemandem weh zu tun, brauchen wir immer auch jemanden, der innerlich damit einverstanden ist, dass ihm weh getan wird. Dies hat mit dem Menschen selbst nix zu tun, sondern mit der Resonanz. Da wir jedoch in einem Lernprozess sind, werden wir stets von neuem gefordert, unbewusste, negative Haltungen zu erkennen und aufzulösen. Und wie wäre das Erkennen leichter als mit einem Spiegel, der uns vorgehalten wird?

Donnerstag, 12. August 2010

Von der Zellbiologie zur Informationstechnologie - die Falltür der Realität

Du befindest Dich gerade in einem Albtraum... Du möchtest weg rennen, doch Du kannst nicht, denn Du klebst fest... zwischendurch wird Dir klar, dass Du träumst, doch dann vergisst Du es wieder, und lässt Dich hinein fallen... immer und immer wieder dasselbe... Du kommst nicht vom Fleck... und es soll noch eine ganze Weile dauern, bis Du fliegen lernst, und Dich fallen lassen kannst.....

Wir Menschen leben in einer Welt, in welcher wir ständig mit unserem Körper herum laufen. Wir bekommen sogar einen Namen und sehen durch unsere Augen, fühlen mit unseren Händen, hören mit unseren Ohren, riechen mit der Nase und schmecken mit der Zunge. Wir haben Emotionen und Gedanken darüber, wer wir glauben zu sein, wer wir annehmen zu sein. Doch wir sind es ganz offensichtlich nicht, denn so schnell ändern sich Gedanken und Emotionen manchmal. Meist drehen sich die Gedanken in die eine Richtung, um sich danach in eine andere Richtung zu bewegen. Es soll noch eine ganze Weile dauern, bis wir Kontrolle über unsere Gedanken und Emotionen erlangen, ohne Kontrolle ausüben zu wollen. Doch solange... wer kontrolliert eigentlich unsere Gedanken und Emotionen?

Bei einer meiner Hypnosesitzungen kam genau jemand mit dieser Frage an. Damals hatte ich selbst natürlich noch keine Ahnung. Besser gesagt: Ich hatte mir meine eigene Meinung noch gar nicht gebildet. Zumindest fand ich es damals witzig, als der Klient mir erzählte, er frage sich, wer oder was seine Gedanken steuere. Sofort hatte ich auf seinem Kopf das Bild eines Marsmännchens, welches gerade den Knopf "Gute Gefühle" betätigte. "So ein Quatsch", dachte ich, wenn nicht jeder selber denkt, wer denn dann?

Bereits da schon lief im Hintergrund mein Projekt "Psychose". Mich faszinierten solche Fälle am Ehesten, die von der Schulmedizin als "unheilbar krank" angesehen wurden. Ich hätte damals nicht im weitesten Sinne daran gedacht, so jemanden tatsächlich zu behandeln. Der eigentliche Grund, mich damit zu befassen, war, weil ich davon überzeugt war... und es heute erst recht bin, dass Psychose keine genetische Vererbung als Ursache hat, sondern dass psychische Krankheiten erlernte Zustände sind, die "heilbar" sind. Ein Psychosekranker gleicht einer Maus im Irrgarten. Man sieht nicht über die Zäune hinaus und weiss nicht recht, wo der Ausgang ist. Meist geht auch die Erinnerung verloren, wie man sich diesen Zustand antrainiert hat. Psychotiker sind körperlich meist topfit, haben ausser Ihrer Wahrnehmungsverzerrung keine Störungen, und dennoch suchen Ärzte noch immer auf der Zellebene nach Ursachen... oder haben sie's längst aufgegeben?!

Tatsächlich hatte ich selbst mit einem solchen Fall zu tun und stellte selbst fest, dass vor der Psychose meist schon klare Anzeichen vorhanden sind, die darauf hinweisen. Interessant wird jedoch erst der Übergang der Psychose selbst, in welcher man, wenn man den Patienten von aussen betrachtet, fest stellt, dass sich über seinem Kopf eine Art Filter bis in's Unendliche öffnet, der jegliche Gedanken sowie Gefühle ungefiltert hinein lässt. Und hier, an dieser Stelle, erhält der Psychotiker meist den Eindruck, vor einer Erleuchtung zu stehen..... respektive ist es, sofern sich der Psychotiker des Übergangs nun bewusst wird, der Zeitpunkt, an welchem er sich noch aus seinem Zustand hinaus manövrieren kann, hinein in einen Zustand, in welchem er Bewusstheit darüber erlangt, was gerade geschieht. Was nun unterscheidet einen Psychotiker zwischen einem Erleuchteten?

Der Unterschied ist ganz frappant. Der Psychotiker wird sich erstmals kaum mehr an den Zustand erinnern, denn von dem Moment an, an welchem er überschnappt, ist der Albtraum, in dem er sich befindet, Wirklichkeit. Manche erleben den Albtraum als etwas wunderschönes und entdecken dabei tatsächlich eine Bewusstseinserweiterung.

Der Erleuchtete wird in diesem Moment nicht von Gedanken und Emotionen bombardiert, sondern er befand sich schon Jahre zuvor auf dem Weg zu mehr Bewusstheit, und diesen Weg hat er mehr oder weniger mit der Bewusstheit getan, sein Bewusstsein zu erweitern, Freiheit zu erlangen. Freiheit heisst, sich jederzeit den Gedanken und Emotionen zuzuwenden, die einem nützlich sind und die konstruktiv sind. Der Filter scheint zwar hier gleichermassen sich aufzutun, jedoch im Sinne von Erkenntnis. Der Erleuchtete war möglicherweise zu Beginn seines Lebens in einem Albtraum gefangen, hat sich jedoch dann nach und nach empor gearbeitet, hat erstmals erkannt, dass er träumt, danach hat er womöglicherweise in Frage gestellt, ob, wenn er wach ist, auch wirklich wach ist, und ob ein Traum oder Albtraum nicht doch auch genauso real sein könnte wie die von uns so erlebte Wirklichkeit... immerhin... unser Körper sowie unser Gehirn ist nicht fähig, zu unterscheiden zwischen Imagination und Wirklichkeit.

Es gibt natürlich immer wieder Leute, die einem vormachen, dass nur sichtbare Dinge "reale" Dinge seien. Dass dem jedoch definitiv nicht so ist, weiss man schon seit einiger Zeit durch neueste Forschungen. Denn wenn nur sichtbare Dinge reale Dinge wären, dann würden wir uns wohl kaum damit beschäftigen, was wir heute anziehen sollten, warum wir uns gestern so schlücht fühlten und heute schon viel besser und morgen so richtig gut - sorry, posthypnotische Suggestionen sind hier erlaubt ;-) - und wer gerne und viel telefoniert, fragt sich wohl kaum, woher die Elektrizität oder die Energie kommt, worüber wir über die Ferne hinweg miteinander kommunizieren können *grins*.....

Eine genauso interessante Begebenheit hatte ich letztmals, als mir jemand darüber einen Vortrag hielt, warum Homöopathie nicht funktionieren könne. Weil nichts darin enthalten sei. So lautet jedenfalls die Behauptung. Und weil nichts in diesen Globuli enthalten sei, könne diese auch gar nicht wirken. Alles sei Placebo. Und Placebo kann eh nicht funktionieren. Richtig! Kann es nicht, weil Placebo nämlich einem Trugschluss zufolge einem Medikament gleichkommt, welches, wenn man es auseinander nimmt, lediglich 20% Wirkstoff nachweist und 80% "Information" darüber, was es bewirken soll. Wenn man nun diese 20% Wirkstoff ebenfalls 'raus nimmt und 100% "Information" 'rein steckt und es dem Klienten gibt, ohne genau zu sagen, was es bewirkt, würde dann einfach nichts geschehen? Was, wenn es möglich wäre, durch reine Gedankenkraft, bzw. Absicht, ein Etwas zu verändern? Ich meine... die Welt hat sich die letzten Jahrhunderte auch gewandelt, und ausnahmslos jede neue Erfindung war ursprünglich 'mal ein Gedanke... oder... nach neueren Forschungen wohl... ein Gefühl, eine Art Eingebung.

Woher nur folgten dann diese Eingebungen? Gehirnforscher sind sich mittlerweile einig, dass unser Gehirn nichts mehr und nichts weniger als die Funktion einer Antenne hat, die sendet und empfängt. Was Schamanen und andere Urvölker schon vor tausenden von Jahren wussten und wohl auch schon in Büchern stand, die dann vernichtet wurde, um uns davon abzuhalten, Macht und Kontrolle über uns selbst zu erlangen und so das System zu gefährden, kommt heute mehr und mehr in Form von neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Vorschein. Was lange Zeit zuvor als Esoterik-Kram abgetan wurde, ist unzweifelhaft eines der grössten und grossartigsten Dinge, die je bestätigt wurden: Wir alle sind Teil eines Grossen Ganzen.

Leider enden wir hier auch schon auf dem Boden der Realität. Wir befinden uns auf sicherem Terrain. Wer weiter vordringen will und das Risiko eingeht, ein wenig als verrückt zu gelten, muss wohl oder übel das Risiko eingehen, die Falltür der Realität zu öffnen.

Ein Traum von mir, in welchem ich verfolgt wurde, endete damit, dass ich vor dem Abgrund stand. "Und wohin nun?" In dem Moment, ertönte eine sympathische Frauenstimme und verkündete stolz: "Herzlichen Glückwunsch! Sie haben den Cheat geknackt... sie befinden sich nun auf sicherem Terrain. Wählen sie aus, auf welche Art und Weise sie fallen möchten!" Und, wie in einem Computerspiel, erschien ein Menu mit x Optionen, wie ich denn gerne fallen möchte und ich probierte verschieden Varianten aus, bis mir Eine gefiel. Wobei die ersten Varianten des Fallens noch harmlos waren, waren die weiteren Varianten schon eher die Krassesten... doch ich vertraute... und liess mich soweit wie möglich fallen... und glauben sie mir... sich das Ende eines Traumes bewusst zu wählen ist wie ein Hineinfallen in eine neue Realität, in eine Sicht der Dinge, in eine Welt, in der alles auch ganz anders hätte sein können, in welcher nichts fest genagelt ist und selbst der Bezug Vergangenheit vieles in der Gegenwart zu verändern scheint. Sich hinein fallen lassen in's Unendliche..... ohne zu wissen, wohin man fällt, fliegt, gleitet... man weiss nur, dass es ein Fallen in eine glücklichere und gesündere Realität ist, in der alles möglich ist.

Freitag, 23. Juli 2010

Neulich in der Physio

Kürzlich wurde ich von meinem ehemaligen Hausarzt zur Physio "verdonnert" und so ging ich heute zum dritten Mal dort vorbei, um mich entweder nochmals massieren zu lassen um die gröbsten Muskelverspannungen weg zu bekommen oder um zu lernen, mich richtig zu bewegen. Vor ungefähr vier Jahren hatte ich ja als Masseur 'mal einen Grundkurs absolviert, entschied mich jedoch dann, mich erstmals darum zu kümmern, meine mentalen Fähigkeiten auszubauen, d.h. Kontrolle über meine Gefühlswelt sowie Gedankenwelt zu bekommen.

Ja, Du - Sie gestatten, dass ich Sie so anspreche, als würden wir uns bereits kennen - liest richtig: Hypnose dient der Gedanken- sowie Gefühlskontrolle und hat mit Bewusstlosigkeit und Schlaf im weitesten Sinne nichts zu tun. Mit Physio-Therapie übrigens auch nichts. Dennoch hat mich meine heutige Therapeutin - letztes Mal war's jemand anderes - nur ein "Mein Gott" 'raus gebracht, als mich die Dame am Empfang fragte: "Was machst Du nun genau... etwas mit Entspannung und so... " Dann ich, völlig selbstverständlich: "Um genauer zu sein, Hypnosetherapie." Mit Betonung auf "Therapie"... ich denke immer, das verharmlost den Namen "Hypnose" ein wenig.

Eigentlich verwundert es mich auch noch heute, dass Hypnose als solches derartige Vorurteile mit sich bringt. Unbestreitbar, als ich zum ersten Mal zum Hypnotiseur ging, um meine Flirtkünste, mein Selbstvertrauen auszubauen und um Altlasten aus der Vergangenheit los zu lassen, dann nur deshalb, weil ich den Mann, der sich vorstellte und das vorführte, in meinen Augen ein Magier war, ein Mann mit aussergewöhnlich ungewöhnlichen Fähigkeiten. Und nur deshalb ging ich überhaupt zu ihm, weil ich völlig davon überzeugt war, jemand, der solche magischen Kräfte hatte, der könne auch mir, der sich schon X Affirmationen 'rein gehämmert hat und bei dem es zu lange dauert und dann trotzdem keine lang anhaltenden Resultate mit sich bringt, beibringen, mich besser zu fühlen rund um mein Leben.

Nachdem ich also Monate lang auf einen Termin gepocht hatte und endlich bei ihm war, holte er mich beim Bahnhof ab und meinte, wir gingen zuerst gemeinsam in einen Club, um einander 'mal kennen zu lernen und damit er sehen kann, was ich schon kann, bzw. nicht kann. Schon beim Gespräch im Auto kam ich in eine hypnotische Trance 'rein. Und so hatten wir ein paar Stunden echten Spass im Club. Am nächsten Tag, da wurde ich von ihm in der Praxis erwartet. Mit viel Neugier, Spannung und einem nervösen Magen ging ich also hin, um mich nach einem kurzen Eintrittsgespräch hypnotisieren zu lassen. Irgendwann sollte ich dann auch quasi "auf Befehl" meine Augen schliessen. Also tat ich es. Und dachte: "... spätestens jetzt müsste ich doch vollkommen weg sein... ich könnte meine Augen jederzeit wieder öffnen... merkt er denn gar nicht, dass ich gar nicht in Hypnose bin... aber er ist seines Zeichens professioneller Hypnotiseur, der wird schon bemerken, wenn ich ihn anlüge und einfach so tue, als wäre ich weg... " und so gingen mir Gedanken durch den Kopf, während er seine "Predigt" 'runter laberte. Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte, aber da ich mich schon so gefreut hatte, Monate lang zuvor, eine richtig grossartige Veränderung in meinem Leben zu geniessen, und mir auch vorstellte, in welche Richtung es gehen sollte, nahm ich 'mal an, wird er, da er ja ein grosser Hypnotiseur ist, sowas wie ein Magier, schon wissen, was er tut.

Und tatsächlich: Obwohl ich keineswegs hypnotisiert war, ich konnte schwören, dass ich hellwach war und sowieso... mit einem nervösen Magen kann ich nicht weg treten, traten Wirkungen ein, die mich höchst positiv überraschten. Natürlich bin ich mir darüber bewusst, dass das alles nur Einbildung war, sozusagen nicht mehr als ein typischer Placebo-Effekt, und deshalb auch nichts Besonderes, dass ich mir hätte näher merken dürfen. Trotzdem war ich von da an fortan überzeugt, dass auch Placebo funktioniert, obwohl Placebo in Fachkreisen gerne als "unwirksam" bezeichnet wird. Und so wirkt auch Hypnose im Prinzip, denn es ist ja nichts weiter als Einbildung. Wenn jemand sich also einbildet, sein Partner oder seine Partnerin gehe fremd, erzeugt dies gewisse Gefühle in uns, wir stellen uns jede mögliche Variante und jede mögliche Position vor, in welcher das statt gefunden haben könnte, und deuten es darauf zurück, dass unser/e PartnerIn Schuld an unseren Eifersüchteleien ist. "Lieber Hypnotiseur, könntest Du mir bitte, bitte helfen und meinen Mann hypnotisieren, so, dass ich wegen ihm nicht immer eifersüchtig werden muss?"


Hypnose ist Manipulation vom Fiesesten. Nehmt Euch davor in Acht, liebe Leser. Damit ist nicht zu spassen. Weil Hypnose funktioniert sowieso nicht... ist aber überaus gefährlich! Besonders gefährlich sind die permanent guten Gefühle, die man sich besorgen kann, unabhängig von der jeweiligen Situation.

Hey, eigentlich wollte ich hier erstmals den Blog beenden. Aber wir wollen eigentlich noch zum Ende dieses Textes kommen und was jetzt nun Hypnose mit Physio gemeinsam hat. Wir wissen ja: Wer Hypnose bewusst einsetzt, kann damit seine Gedanken und Gefühle unter Kontrolle bringen oder auf Wunsch vieler Leser :-P , auch transformieren, das heisst, in einen besseren Zustand bringen, als zuvor. Jedoch widerspreche ich mir ja da schon wieder, weil Hypnose doch gar nichts mit Bewusstsein zu tun hat, sondern mit dem Unterbewusstsein. Alles Bahnh... ähhh... Hypnose?!? Sei gespannt, lieber Leser, denn auch darüber erfährst Du in Kürze mehr...