So manch einer mag sich selbst fragen: "Was der da in seinen Blogs schreibt, ist völlig unmöglich. Die Realität ist so wie sie ist. Wir sind nicht in der Lage, sie zu steuern!" In der Tat geschieht jedem nach seinem Glauben, und unser Leben entwickelt sich manchmal zu einer regelrechten Schlacht mit unseren Umständen und Schicksalsschlägen.
Beweise dafür, dass sowas funktioniert, gibt es demnach sehr wahrscheinlich nicht wirklich viele, es sei denn, man würde Studien, die gemacht würden, aus verschiedenen Perspektiven beobachten. Denn wie das Doppelspalt-Experiment zeigt: Der Beobachter hat Einfluss auf das Ergebnis. Diesen Artikel schrieb ich schon vor über 4 Jahren, also Zeit, den hier noch ein wenig zu ergänzen: Nachdem ich ja die 2-Punkte-Methode ausgiebig erprobt hatte, das Boostern und jedwelche Methodiken wie Avatar zu meinem Repertoire zählen darf, komme ich also zu Neurolinguistischen Programmieren zurück und stelle fest: Jegliche Methoden, Technologien, die unter anderen Namen und unter anderen, teueren Preisen in meist alten Schläuchen als neue Weine verkauft werden, sind letzten Endes in diesen wenigen einfach Interventionen enthalten. Vielleicht weniger bewusst, aber wen kümmert's?
Unser Körper heilt sich von alleine. Brauchen wir, wenn wir uns am Bein verletzen und ein wenig bluten, einen Beobachter, der 3 Stunden lange ein Mantra spricht damit es heilt? Nein! Es geschieht von alleine. Aber was wir bewusst tun können, ist es, dem Körper beizubringen, wie er sich noch schneller regenieren und heilen kann. Genau dies tun wir mit unserem Unterbewusstsein. Wenn wir mit Bildern, Klängen, Emotionen arbeiten sowie mit unserem Geschmacks- und Geruchssinn, nehmen wir den direkten Kontakt mit unserem Unterbewusstsein auf und bringen ihm bei, wie es dieses und jenes in Zukunft zu lösen hat, ohne weiteres Zutun. Wie jede Maschine braucht natürlich unsere Unterbewusstsein eine gewisse Wartung. Aber... mehr... eigentlich nicht.
Ein Miniskusriss ist schneller verheilt als man denkt. Auch jemand, der oder die an Krücken geht, mag schnell wieder normal zu gehen, egal ob es eine "altersbedingte Schwäche" ist oder nicht. Auch ein schmerzender Zeh oder so Dinge wie Kopfschmerzen sind schnell beseitigt. Geht's hier jedoch um mehr als das, nämlich darum, zum Beispiel unser Leben so zu gestalten, dass es uns besser gefällt, so tut sich immer etwas, und eine Garantie, dass es besser wird, gebe ich allemal ab, wann, auf welche Art und Weise das jedoch eintritt und ob jetzt genau das passiert, was sich der Klient wünscht jedoch, das kann ich nicht versprechen.
Der einzige Beweis dafür, dass es mehr gibt als Körper und Materie ist der, dass wir in unserem Geist zum Beispiel ein Bild hervorrufen können, das uns gute Gefühle macht. Wenn wir sogar richtig gut darin sind, erwecken wir in uns drin das Potential, Dinge anders zu sehen, von einer anderen Seite zu betrachten. Wenn sich dann nichts verändert, hat derjenige, der es versucht hat, vielleicht noch nicht bemerkt, dass er schon viel lockerer mit dem Thema umgeht.
Natürlich gibt's weitaus grössere Krankheiten, die aus der Sicht der Schulmedizin nicht heilbar sind. Und natürlich hat die Schulmedizin recht, denn aus ihrem Blickwinkel gesehen ist vieles nicht heilbar, weil der gesamtheitliche Zusammenhang oft unterschätzt wird und übergangen. So wundern wir uns, warum wir, wenn wir Migräne oder Rückenschmerzen haben, immer wieder Medikamente brauchen und es trotzdem nicht anhaltend wirkt, statt dass wir uns damit auseinandersetzen, woher es kommt.
Der Grundsatz gilt: Indem wir etwas verändern, verändert sich etwas!
In der Schule hat man sich oft gefragt: Was ist eigentlich Irrsinn? Irrsinn ist, wenn man stets dasselbe tut, sein Leben lang, und sich dann wundert, warum sich immer noch nichts verändert hat.
Wenn es nur ein Möbelstück ist, dass wir anders hinstellen als sonst, unser Bett um 180 Grad drehen, ausziehen und woanders hin ziehen, dann fällt es uns manchmal leichter. Doch die wahre Veränderung beginnt nicht damit, dass wir uns aufstellen und mit erhobenem Haupt durch die Strassen wandern. Die wahre Veränderung beginnt in uns drin. Unser Geist ist nicht an Materie gebunden, nicht an Zeit und Raum. Experimente mit verschiedensten Personen, die man in Hypnose versetzt hat, in die Vergangenheit zurück geführt hat und Bilder von der perfekten Geburt über die perfekte Kindheit, Jugendzeit, etc. eingepflanzt hat, wachten auf und hatten sich von ihrem Verhalten her total verändert. Je weniger Selbstliebe und Selbstwertgefühl jemand mit bekam, desto heftiger die Ergebnisse. In der Gehirnforschung ebenfalls nachweisbar, dass sich Synapsen, also Nervenverbindungen im Gehirn, bis in's Hohe Alter verändern, auch diejenigen, die in vorgeburtlicher Zeit entstanden sind. Dass sich die Materie darauf nicht sofort verändert, ist im Prinzip logisch.
Wäre es so, dass wir nur in die Vergangenheit reisen würden und uns vorstellen, wir wären schon immer reich gewesen und tatsächlich am nächsten Morgen in einer Villa aufwachen, würde unser komplettes Glaubenssystem kippen. Und die Psychiatrie lässt grüssen. Die Materie ist etwas träger als unser Geist, und manchmal dauert es. Aber man lernt schneller. Selber noch nicht ausgetestet, doch der Gedankengang scheint selbst mir interessant, mich noch mehr damit zu befassen, dass Leute, die geübt sind in Luzidem Träumen, gerade 1 Minute im Traum Klavier zu spielen brauchen was im wirklichen Leben einer gefühlten Stunde gleich kommt. Ähnlich ergeht es uns mit Visualisieren.
Wir erkennen oft nicht die einfachsten Dinge des Lebens. Wenn wir gedanklich nur schon ein Bild von einem Streit, der uns emotional geärgert hat, wach rufen, befinden wir uns sehr rasch wieder in derselben Situation. Verändern wir das Bild, indem wir raus gehen und einen Rahmen darum machen, Zirkusmusik drunter legen und es abwechslungsweise vorwärts und rückwärts laufen lassen, verändert sich unser Blickwinkel ganz drastisch. Wenn es so leicht ist, unsere Emotionen zu verändern, wieviele Möglichkeiten warten dann noch auf uns, endlich entdeckt zu werden???
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