Wie man in die Matrix 'rein kommt, zeigt uns der Film "The Matrix" ziemlich klar und deutlich. Man lege sich auf eine Liege, stecke sich ein Kabel in den Kopf und los geht's. Wie man die Kontrolle über sein Eigenleben zurück gewinnt, darf sich jedwelche Schläuche aus der Wirbelsäule ziehen... und man fühlt sich wesentlich freier. Und Erleuchtung? Diese erlangt man, indem man sich selbst und seine wahren Kräfte in der Matrix erkennt.
Doch "The Matrix" ist reine Fiktion. Stimmt! Sagen viele. Besonders Erwachsene. Natürlich wollen wir die Grenze zur Schizophrenie nicht überschreiten, weil ja solche Theorien à la 2012 schon ziemlich spektakulär sind und mit der Realität nix zu tun haben. Die Realität ist: Wir sind in dauerhafter Begleitung von Bewusstheit und Unbewusstheit. Waren wir uns noch eben völlig bewusst über die Schönheit der Natur und unseres Atmens, sind wir im Streit mit einer Person schon wieder völlig unbewusst, und ärgern und danach noch x-fach darüber auf, und sind in der Vorstellung weit, weit weg von unserem wirklichen Sein, dem Jetzt.
Und Handkehrum macht uns jemand auf unsere Vergangenheit aufmerksam, wir sagen: "Unsere Vergangenheit ist vorüber, die ist eh schon längst vorbei!" Und demnächst regen wir uns über etwas auf, dass nun schon seit Jahren immer und immer wieder auf ähnliche Weise geschieht. Unser Leben wiederholt sich. Auf gut Deutsch: "Täglich grüsst das Murmeltier!"
Selbstverständlich ist unsere Vergangenheit vorbei. Und trotzdem scheinen wir daran fest zu kleben wie die Fliegen im Spinnennetz, weil wir uns immer wieder 'mal zu gerne besinnen über Erlebnisse und Ärgernisse, die wir 'mal erfahren haben. Und so erschaffen wir unsere Matrix ganz nach dem Film, in welchem wir eingesperrt sind in dem, was wir fest halten. Wir kommen nicht 'raus. Wir sind frustriert über vergangene Erlebnisse und hoffen gleichzeitig auf ein Wunder.
Wunder sind tatsächlich etwas, dass in unserem Leben ständig irgendwie präsent sind. Ich behaupte, es geschieht beinahe jede Minute oder gar Sekunde etwas in unserem Umfeld, das uns an ein wundersames Erlebnis erinnern könnte, nur sehen wir es nicht immer.
Ich persönlich bezeichne die Matrix gerne als etwas, das perfekt war in sich, der Ursprung von allem was ist. Im Verlaufe des Lebens deformiert sich dieses Gitternetz jedoch, und wir erleben unsere Realität oftmals völlig verzerrt, und Grundmuster wiederholen sich, weil die Matrix ja nichts anderes ist als ein Container, der kontinuerlich fest hält, was war, was ist und was sein wird. Solange unsere Gedanken und Emotionen die Vergangenheit als etwas frustrierendes ansehen, solange wird die Matrix sich auch meist genau nach diesen Eingaben fortsetzen und unser Leben bestimmen, wie eine schlecht geschriebene Software.
Geben wir Gutes ein, kommt gutes dabei 'raus, nicht immer, aber meistens. Es braucht wohl keine grossartigen Geschichten, um zu erzählen, wie oft Pessimisten und übrigens auch Realisten ihr "Schicksal" als erwartet hin nehmen. "Ich hab's ja kommen sehen!" Natürlich! So gilt jedermann im Recht, der von einer Sache überzeugt ist. Derjenige, der den Regen hasst, dem wird das Regenwetter länger vorkommen, der wird sich eher erkälten und darüber hinaus wahrscheinlich auch noch öfters im Schlamm stecken bleiben. Wenn nicht in der Realität, dann zumindest sinnbildlich gesprochen.
Der Optimist mag sich auch hie und da ärgern, aber bald darauf lacht er darüber und sagt: "Shit happens!" Er freut sich darüber, dass bei Regenwetter ihm eine hübsche Frau entgegen kommt und sich ein tolles, romantisches Schirm-Date ergibt, oder er freut sich auf den Kino-Besuch, den er wegen Sonnenwetter so oft hinaus geschoben hat. Kurz: Er sieht den Vorteil hinter den Dingen.
Übrigens: Selbst ein Unfall kann in manchen Fällen einen Vorteil haben, oder aber auch einen Nachteil. Selbst die weniger schönen Momente, wenn wir zum Beispiel krank im Bett zu Hause liegen und unserem Körper Erholung geben, oder die Zeit geben, über Dinge nachzudenken und uns darüber klar zu werden.
Wer nie irgendwelche Vorteile im Leben heraus ziehen kann, dem wird das Rad des Karmas so manchen bösen Streich spielen.
Unser Leben ist ein Kinderspielplatz. Jegliche Werkzeuge sind bereits vorhanden, und wir können uns jedwelche Möglichkeiten auswählen, die unserem Leben mehr Spass verleihen, mehr Humor, Glückseligkeit, Liebe, Erfolg, Gesundheit, erfüllende Freundschaften sowie erfüllende Partnerschaften.
Es kommt noch immer darauf an, worauf wir unseren Fokus lenken und was wir beschliessen, los zu lassen.
Wähle weise!
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