Freitag, 27. August 2010

Dem Geheimnis auf der Spur

"Denken Sie positiv, mein Herr, dann wird Ihr Leben Ihren Wünschen entsprechend sich verändern!" Was für ein wundervoller Traum... ach was... papperlapapp... von Träumen hatten wir's genug in den letzten Threads. Es kann sich doch nicht alles um einen Traum drehen, oder?!

Genauer betrachtet... was ist die Wirklichkeit? Und wer gestaltet sie? Ich könnte jetzt noch, wenn ich nicht schon das Du angeboten hätte, fragen: Wer gestaltet Sie? Quasi als Doppeldeutung. Ja, eine gute, philosophische Frage: Wer bist Du eigentlich? Bist Du der Atem, der aus Dir ein- und ausströmt? Oder gar die Gedanken? Die Gefühle? Der Körper? Deine Zellen?

Lausche Dir selbst einmal und frag' Dich: Wer oder was denkt meine Gedanken? Na, d'rauf gekommen? Nein?! Woher kommt Dein nächster Gedanke? Wechselt er die Farbe?

Kennst Du die Macht des gesprochenen oder gedachten Wortes? Bei vielen Menschen funktioniert positives Denken nicht so, wie sie es wollen. Oder widerum, wenn ich noch beim sie wäre: Bei vielen Menschen funktoniert positives Denken nicht so, wie Sie es wollen..... wenn Du Therapeut bist, kannst Du verstehen, dass es manche Menschen gibt, die ihrem Leben gegenüber recht skeptisch sind. "Es wird niemals gut kommen!" "Man kann nicht alles haben!" "Es ist nun einmal Tatsache!"

Und diese Menschen haben Recht. Vollkommen! Denn Henry Ford sagte ja schon: "Ob man nun glaubt, man kann's, oder ob man glaubt, man kann es nicht... in beiden Fällen hat man Recht!" Wir wollen Recht behalten, und indem wir uns etwas schönes wie "Ich bin reich" einreden, kommt der Skeptiker und sagt natürlich: "Nein, Du bist nicht reich. Du bist arm!" In Wirklichkeit, wenn wir uns Affirmationen eintrichtern, sagen wir mit jeder noch so gut gemeinten, positiven Affirmation in Wirklichkeit das Gegenteil aus. Wir erschaffen Wünsche. Und Wünsche sind Bedürftigkeiten.

Solange wir uns wünschen, reich zu sein, wird es nicht funktionieren. Es ist, als ob wir tagtäglich einem Stück Hundescheisse vor unserer Tür begegnen und es versuchen schön zu reden, es sei ein Coupè Dänemark. Oder wie wenn wir auf unsere schmutzige Tapete in der Wohnung ein Maisfeld zeichnen würden. Es funktioniert nur so kurz wie nötig, doch niemals so lange wie möglich. Irgendwann wiederholt sich unsere Vergangenheit. Wir erkennen eine alte Situation in einer Neuen wieder.

Das heisst natürlich nicht, dass all die Affirmationen nicht wirken. Sie wirken schon, doch dazu brauchen wir unsere alten Strukturen abzulegen, uns neu vorzustellen, zu reframen, wie man im NLP so schön sagt. Manche Glaubenssätze weiss man und kann sie sich bewusst machen. Ja, im Grunde genommen geht es nur um Bewusstsein. Solange wir das Gefühl haben, uns unbewusst und ungedacht irgendwelche Affirmationen einzutrichtern, funzt es nicht.

Aber wir könnten es einfach 'mal versuchen, uns vorzustellen, unsere negativen Affirmationen und Glaubenssätze aus unserem Körper 'raus zu ziehen, wie irgendwelche Schwerter, Fäden, etc. Visualisationen, bildlich, mit Sounds & Musik unterlegt, mit Emotionen unterlegt, wirken oftmals stärker.

Doch was können wir auch noch tun, um dieses Positive Denken zu automatisieren? Wir brauchen uns nur in uns selbst gut zu fühlen. Denn wisst Ihr was, liebe Leser? Lange dachte man ja tatsächlich, der Gedanke wäre ein und alles, und es reiche aus für's positive Denken. Der Gedanke mental als Intention gefasst, und dies mit reinem Herz-Bewusstsein, wirkt Wunder. Doch bis man soweit ist, kann man sich schon einmal mit Affirmationen, die folgendermassen beginnen, auseinandersetzen:

- Ich lasse jetzt los von...
- Mir gefällt die Vorstellung,...
- Ich bin dankbar für...
- Ich beginne, mehr und mehr in Schwingungsresonanz mit xxx zu gehen und lasse jetzt los von xxx.
- Ich fühle mich wohl dabei, mir vorzustellen, dass...
- etc.

Anstatt zu sagen, "Ich bin reich", könntest Du auch formulieren: "Ich bin dankbar für alles, was ich bisher habe, und bin bereit, mir dessen, was mich am Reichtum hindert, bewusst zu werden und los zu lassen." "Mir gefällt die Vorstellung, Reichtum mehr und mehr durch jede einzelne Zelle meines Körpers zu spüren und automatisch ein positives Gefühl dafür zu bekommen."


The Secret schien eine Weile in aller Munde zu sein. "Du brauchst es Dir nur zu wünschen, und das Universum tut es für Dich!" Wie wahr, wenn man all diese Gesetze dahinter auch kennt. Es nützt nichts, sich einfach 'mal "per Zufall" etwas herbei zu sehnen. Wenn Du Deinen Arm hebst, denkst Du auch nicht ständig "Ich wünschte so sehr, mein Arm würde sich jetzt heben" und es tut sich etwas, zudem haben Studien bewiesen, dass, würde man alles Geld der Welt gleichmässig aufteilen, am Ende ja trotzdem wieder genau dieselben arm wären oder noch ärmer, die es vorher schon waren, und die Reichen wieder reich wären. Ein Penner kann sich natürlich reich denken... und er wird 'ne Menge Geld erben. Nur... wie lange bleibt das Geld bei ihm?! Sein Denken, Fühlen und Handeln hat ihn bisher dazu geführt, kein Geld zu haben. So wird dies in Zukunft auch nicht anders sein.

Derjenige, der sich Reichtum herbei denkt, muss stets auch beachten, dass er selbst sich verändern muss, um dem, was er schliesslich anzieht, gerecht zu werden. Dies könnte damit beginnen, dass man sich auf einmal nicht mit äusseren Dingen beschäftigt, sondern mit inneren Dingen wie Selbstwert, Selbstvertrauen, etc. und erst dann, ja, wenn alle Blockaden los gelassen wurden, tun sich neue Türen auf.

Ruft Euch in Erinnerung, liebe Leser, dass ein Samen bereits alles Informationen in sich trägt, die er gebraucht, um vollkommen zu gedeihen. Wir brauchen nichts hinzuzufügen, dass wir nicht ohnehin schon in uns haben. Denn wo wir auch hin gucken, gibt es Liebe, Frieden, Freiheit, Glückseligkeit, Reichtum... und all das zur Genüge. Wenn wir bedenken, dass auch jede unserer Zellen, jede einzelne Zelle, die Information aller Zellen in sich trägt, den gesamten "Bauplan", dann wäre es möglich, dass auch Gott in jedem von uns wohnt und seine Erfahrungen sammelt. Wir sind schliesslich mit allem verbunden. Heisst es so schön..... ?! Mag sein, doch woher erklären wir uns einfache Dinge wie Telefonie?!? Oder wie hören wir Radio? Wie hören wir Fernsehen? Alles sind Wellen. Lichtimpulse. Gott ist letztendlich nicht über oder unter uns, sondern er ist Teil von uns, genauso wie wir. Nur wir alle Menschen zusammen haben die meiste Macht. Doch nur, indem wir uns in uns selbst glücklich machen können, können wir erstmals Glück auf Dauer erleben und Glück auch an Andere weiter geben.

Wir Menschen sind Schöpfer der kollektiven Realität, und gleichzeitig Erschaffer unserer eigenen, subjektiven Realität. In dem Moment, wo wir irgendwo hin gucken, unsere Aufmerksamkeit irgendwo hin richten, ja, noch bevor wir das tun, baut sich unsere Welt um uns herum auf. Augenblicklich, immer wieder von Neuem. Wir brauchen uns dessen lediglich wieder zu erinnern..... oder ein Gedankenspiel daraus zu machen, wie es wohl wäre, wenn.....

Freitag, 20. August 2010

Abstecher in die Spiegelwelt

Ein fremder Gedanke. Er wird im hintersten Winkel des Verstandes eingepflanzt. Und er wächst heran. Unbewusst bemerkst Du es. Und Du fragst Dich, warum Du plötzlich so agressiv wirst, wenn Andere Menschen Dir vorschreiben, wie die Welt ist, Du jedoch ganz andere Vorstellungen davon hast.

Ich war vorgestern mit dem Zug nach Zürich unterwegs. In Zürich angekommen, stieg ich aus dem Zug aus und versuchte ein Gedankenspiel, welches ich aus dem Film "Inception" mit Leonardo DiCaprio entnommen hatte. Ich stellte mir die Frage: "Was wäre, wenn ich jetzt träumen würde und aufgewacht wäre, und dies hier alles lediglich Projektionen meines Unterbewusstseins sind?" Ich dachte mir nichts weiter dabei, doch auf einmal schien alles wie synchron zu laufen. Wohin ich auch ging, ich spürte, ohne Hinzuschauen, wohin die Menschen gehen würden, wohin sie gucken würden. Und jeder, der nicht in Zürich lebt, sondern höchstens ab und zu Mal dort vorbei guckt, weiss, dass es manchmal richtig schwierig wird, in niemanden hinein zu laufen. Ganz im Gegenteil. Ich ging einfach meines Weges und stellte fest, wie sich manche Menschen nach mir umdrehten, als ob sie bemerken würden, dass gerade etwas merkwürdiges vor sich ging. Ich versuchte niemanden zu steuern, dennoch vermute ich, dass mein Blick immer genau dorthin wanderte, wo ich gerade eine Resonanz, eine gewisse Verbindung, wahr nahm.

Das Gefühl in mir d'rin war auch irgendwie recht enthusiastisch. Ich fand das Gedankenexperiment irgendwie einzigartig und ich fragte mich, wieviele denn sich sowas jemals hinterfragen würden. Ich meine, wer kann schon behaupten, dass die Welt, in der er lebt, von ihm erschaffen wurde oder ist sich zumindest darüber bewusst, dass eine neue Sicht der Dinge tatsächlich gewisse Dinge verändern könnte? Und das... nur 'mal so angenommen, nichts mehr als eine verrückte Idee ist, die mit der Realität nichts zu tun hat?

Auf dem Weg wurde ich von eher älteren Damen direkt angelächelt, als würden die mir sagen wollen "Hey, Du schlimmer Finger Du... " und ich traf dann ein jüngeres Mädel auf dem Weg zur nächsten Bahn, wie sie jemandem ganz eifrig simste. Ich berührte sie und meinte: "Stopp! Pass' ja auf, dass Du nicht in die nächste Stange läufst!" Und sie meinte: "Ja, Du hast Recht. Die Stange da vorne bewegt sich rasant schnell auf mich zu!" Daraus wurde eine höchst interessante Begegnung. Es ist, als würde man irgendwo seinem Spiegelbild begegnen, weil wenn man selbst lächelt, lächelt auch die andere Person. Wenn man selbst gut d'rauf ist, fühlt sich die andere Person automatisch auch wohl, u.s.w.

Ich stieg wieder in den Zug ein, um eine Station weiter zu fahren. Das war merkwürdig. Es war gerade, als hätte ich in einem Traum gesteckt und wäre darin aufgewacht. Und auf einmal ist dieses kurze Aufleben dieser Wachheit wieder weg. Verloren. Das Gefühl ist nicht mehr Reproduzierbar, egal, wie gut ich mich versuche, daran zu erinnern. War ich im Traum? Oder war ich für einen kurzen Moment meines Lebens wach?

Eines Tages laufen die Dinge zusammen, und ich wache vielleicht auf... für immer...

Woher wissen wir, ob das, was wir für Realität halten, tatsächlich reell ist, von uns gekreiert, von uns selbst erschaffen, und nicht von jemand anderem?

Mir gefiel die Erklärung im Film "Inception". Im Traum erschafft unser Verstand, und nimmt gleichzeitig wahr. Dies lullt den Verstand so ein, dass er nicht mehr in der Lage ist, fest zu stellen, ab wann er träumt. Erst nach einem Traum bemerken wir, dass etwas merkwürdig wahr. Luzide Träumer machen Reality Checks, um sicher zu stellen, wann sie träumen und dass sie träumen. In der Realität wissen wir jedoch nie so genau, wann wir wirklich wach sind, und wann wir träumen. Wir laufen paar Mal den gleichen Weg, und achten uns kaum mehr d'rauf, wohin wir laufen. Kein Wunder, verlaufen wir uns im Alltag, verrennen wir uns in Emotionen und geben anderen Menschen die Schuld für unsere eigenen, negativen Gefühle... wir fühlen uns schlecht, weil uns jemand etwas böses getan hat. Oder wir machen uns selbst dafür fertig.

Wenn wir aufwachen, ist das alles nicht mehr nötig. Wir erkennen unseren Spiegel, denn, um jemandem weh zu tun, brauchen wir immer auch jemanden, der innerlich damit einverstanden ist, dass ihm weh getan wird. Dies hat mit dem Menschen selbst nix zu tun, sondern mit der Resonanz. Da wir jedoch in einem Lernprozess sind, werden wir stets von neuem gefordert, unbewusste, negative Haltungen zu erkennen und aufzulösen. Und wie wäre das Erkennen leichter als mit einem Spiegel, der uns vorgehalten wird?

Donnerstag, 12. August 2010

Von der Zellbiologie zur Informationstechnologie - die Falltür der Realität

Du befindest Dich gerade in einem Albtraum... Du möchtest weg rennen, doch Du kannst nicht, denn Du klebst fest... zwischendurch wird Dir klar, dass Du träumst, doch dann vergisst Du es wieder, und lässt Dich hinein fallen... immer und immer wieder dasselbe... Du kommst nicht vom Fleck... und es soll noch eine ganze Weile dauern, bis Du fliegen lernst, und Dich fallen lassen kannst.....

Wir Menschen leben in einer Welt, in welcher wir ständig mit unserem Körper herum laufen. Wir bekommen sogar einen Namen und sehen durch unsere Augen, fühlen mit unseren Händen, hören mit unseren Ohren, riechen mit der Nase und schmecken mit der Zunge. Wir haben Emotionen und Gedanken darüber, wer wir glauben zu sein, wer wir annehmen zu sein. Doch wir sind es ganz offensichtlich nicht, denn so schnell ändern sich Gedanken und Emotionen manchmal. Meist drehen sich die Gedanken in die eine Richtung, um sich danach in eine andere Richtung zu bewegen. Es soll noch eine ganze Weile dauern, bis wir Kontrolle über unsere Gedanken und Emotionen erlangen, ohne Kontrolle ausüben zu wollen. Doch solange... wer kontrolliert eigentlich unsere Gedanken und Emotionen?

Bei einer meiner Hypnosesitzungen kam genau jemand mit dieser Frage an. Damals hatte ich selbst natürlich noch keine Ahnung. Besser gesagt: Ich hatte mir meine eigene Meinung noch gar nicht gebildet. Zumindest fand ich es damals witzig, als der Klient mir erzählte, er frage sich, wer oder was seine Gedanken steuere. Sofort hatte ich auf seinem Kopf das Bild eines Marsmännchens, welches gerade den Knopf "Gute Gefühle" betätigte. "So ein Quatsch", dachte ich, wenn nicht jeder selber denkt, wer denn dann?

Bereits da schon lief im Hintergrund mein Projekt "Psychose". Mich faszinierten solche Fälle am Ehesten, die von der Schulmedizin als "unheilbar krank" angesehen wurden. Ich hätte damals nicht im weitesten Sinne daran gedacht, so jemanden tatsächlich zu behandeln. Der eigentliche Grund, mich damit zu befassen, war, weil ich davon überzeugt war... und es heute erst recht bin, dass Psychose keine genetische Vererbung als Ursache hat, sondern dass psychische Krankheiten erlernte Zustände sind, die "heilbar" sind. Ein Psychosekranker gleicht einer Maus im Irrgarten. Man sieht nicht über die Zäune hinaus und weiss nicht recht, wo der Ausgang ist. Meist geht auch die Erinnerung verloren, wie man sich diesen Zustand antrainiert hat. Psychotiker sind körperlich meist topfit, haben ausser Ihrer Wahrnehmungsverzerrung keine Störungen, und dennoch suchen Ärzte noch immer auf der Zellebene nach Ursachen... oder haben sie's längst aufgegeben?!

Tatsächlich hatte ich selbst mit einem solchen Fall zu tun und stellte selbst fest, dass vor der Psychose meist schon klare Anzeichen vorhanden sind, die darauf hinweisen. Interessant wird jedoch erst der Übergang der Psychose selbst, in welcher man, wenn man den Patienten von aussen betrachtet, fest stellt, dass sich über seinem Kopf eine Art Filter bis in's Unendliche öffnet, der jegliche Gedanken sowie Gefühle ungefiltert hinein lässt. Und hier, an dieser Stelle, erhält der Psychotiker meist den Eindruck, vor einer Erleuchtung zu stehen..... respektive ist es, sofern sich der Psychotiker des Übergangs nun bewusst wird, der Zeitpunkt, an welchem er sich noch aus seinem Zustand hinaus manövrieren kann, hinein in einen Zustand, in welchem er Bewusstheit darüber erlangt, was gerade geschieht. Was nun unterscheidet einen Psychotiker zwischen einem Erleuchteten?

Der Unterschied ist ganz frappant. Der Psychotiker wird sich erstmals kaum mehr an den Zustand erinnern, denn von dem Moment an, an welchem er überschnappt, ist der Albtraum, in dem er sich befindet, Wirklichkeit. Manche erleben den Albtraum als etwas wunderschönes und entdecken dabei tatsächlich eine Bewusstseinserweiterung.

Der Erleuchtete wird in diesem Moment nicht von Gedanken und Emotionen bombardiert, sondern er befand sich schon Jahre zuvor auf dem Weg zu mehr Bewusstheit, und diesen Weg hat er mehr oder weniger mit der Bewusstheit getan, sein Bewusstsein zu erweitern, Freiheit zu erlangen. Freiheit heisst, sich jederzeit den Gedanken und Emotionen zuzuwenden, die einem nützlich sind und die konstruktiv sind. Der Filter scheint zwar hier gleichermassen sich aufzutun, jedoch im Sinne von Erkenntnis. Der Erleuchtete war möglicherweise zu Beginn seines Lebens in einem Albtraum gefangen, hat sich jedoch dann nach und nach empor gearbeitet, hat erstmals erkannt, dass er träumt, danach hat er womöglicherweise in Frage gestellt, ob, wenn er wach ist, auch wirklich wach ist, und ob ein Traum oder Albtraum nicht doch auch genauso real sein könnte wie die von uns so erlebte Wirklichkeit... immerhin... unser Körper sowie unser Gehirn ist nicht fähig, zu unterscheiden zwischen Imagination und Wirklichkeit.

Es gibt natürlich immer wieder Leute, die einem vormachen, dass nur sichtbare Dinge "reale" Dinge seien. Dass dem jedoch definitiv nicht so ist, weiss man schon seit einiger Zeit durch neueste Forschungen. Denn wenn nur sichtbare Dinge reale Dinge wären, dann würden wir uns wohl kaum damit beschäftigen, was wir heute anziehen sollten, warum wir uns gestern so schlücht fühlten und heute schon viel besser und morgen so richtig gut - sorry, posthypnotische Suggestionen sind hier erlaubt ;-) - und wer gerne und viel telefoniert, fragt sich wohl kaum, woher die Elektrizität oder die Energie kommt, worüber wir über die Ferne hinweg miteinander kommunizieren können *grins*.....

Eine genauso interessante Begebenheit hatte ich letztmals, als mir jemand darüber einen Vortrag hielt, warum Homöopathie nicht funktionieren könne. Weil nichts darin enthalten sei. So lautet jedenfalls die Behauptung. Und weil nichts in diesen Globuli enthalten sei, könne diese auch gar nicht wirken. Alles sei Placebo. Und Placebo kann eh nicht funktionieren. Richtig! Kann es nicht, weil Placebo nämlich einem Trugschluss zufolge einem Medikament gleichkommt, welches, wenn man es auseinander nimmt, lediglich 20% Wirkstoff nachweist und 80% "Information" darüber, was es bewirken soll. Wenn man nun diese 20% Wirkstoff ebenfalls 'raus nimmt und 100% "Information" 'rein steckt und es dem Klienten gibt, ohne genau zu sagen, was es bewirkt, würde dann einfach nichts geschehen? Was, wenn es möglich wäre, durch reine Gedankenkraft, bzw. Absicht, ein Etwas zu verändern? Ich meine... die Welt hat sich die letzten Jahrhunderte auch gewandelt, und ausnahmslos jede neue Erfindung war ursprünglich 'mal ein Gedanke... oder... nach neueren Forschungen wohl... ein Gefühl, eine Art Eingebung.

Woher nur folgten dann diese Eingebungen? Gehirnforscher sind sich mittlerweile einig, dass unser Gehirn nichts mehr und nichts weniger als die Funktion einer Antenne hat, die sendet und empfängt. Was Schamanen und andere Urvölker schon vor tausenden von Jahren wussten und wohl auch schon in Büchern stand, die dann vernichtet wurde, um uns davon abzuhalten, Macht und Kontrolle über uns selbst zu erlangen und so das System zu gefährden, kommt heute mehr und mehr in Form von neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Vorschein. Was lange Zeit zuvor als Esoterik-Kram abgetan wurde, ist unzweifelhaft eines der grössten und grossartigsten Dinge, die je bestätigt wurden: Wir alle sind Teil eines Grossen Ganzen.

Leider enden wir hier auch schon auf dem Boden der Realität. Wir befinden uns auf sicherem Terrain. Wer weiter vordringen will und das Risiko eingeht, ein wenig als verrückt zu gelten, muss wohl oder übel das Risiko eingehen, die Falltür der Realität zu öffnen.

Ein Traum von mir, in welchem ich verfolgt wurde, endete damit, dass ich vor dem Abgrund stand. "Und wohin nun?" In dem Moment, ertönte eine sympathische Frauenstimme und verkündete stolz: "Herzlichen Glückwunsch! Sie haben den Cheat geknackt... sie befinden sich nun auf sicherem Terrain. Wählen sie aus, auf welche Art und Weise sie fallen möchten!" Und, wie in einem Computerspiel, erschien ein Menu mit x Optionen, wie ich denn gerne fallen möchte und ich probierte verschieden Varianten aus, bis mir Eine gefiel. Wobei die ersten Varianten des Fallens noch harmlos waren, waren die weiteren Varianten schon eher die Krassesten... doch ich vertraute... und liess mich soweit wie möglich fallen... und glauben sie mir... sich das Ende eines Traumes bewusst zu wählen ist wie ein Hineinfallen in eine neue Realität, in eine Sicht der Dinge, in eine Welt, in der alles auch ganz anders hätte sein können, in welcher nichts fest genagelt ist und selbst der Bezug Vergangenheit vieles in der Gegenwart zu verändern scheint. Sich hinein fallen lassen in's Unendliche..... ohne zu wissen, wohin man fällt, fliegt, gleitet... man weiss nur, dass es ein Fallen in eine glücklichere und gesündere Realität ist, in der alles möglich ist.